Lokalsport: Sportkegler bleiben in der Bundesliga

Lokalsport: Sportkegler bleiben in der Bundesliga

Die Red Lions aus Heiligenhaus sind mit aktuell 14 Punkten bei einem ausstehenden Turnier vorzeitig gerettet.

Der Doppelspieltag in Heiligenhaus und in Düsseldorf brachte - wie erwartet - die Entscheidung. Die Sportkegler der Heljens Red Lions aus Heiligenhaus dürfen sich frühzeitig über den Klassenerhalt in der Bundesliga freuen. Den Grundstein dafür, dass der Verein auch für die kommende Saison in der höchsten nationalen Klasse planen darf, legten die Lions bereits im Heimspiel. Die Mannschaft um Kapitän Marcel Grote bot vor einer tollen Kulisse kein herausragendes, aber ein immerhin sehr ausgeglichenes Spiel. Der starke Auftakt von Daniel Mittelstädt beflügelte die Mannschaft. Obwohl Mittelstädt nicht gut in die Partie fand, kam er mit einem beeindruckenden Schlussspurt auf 894 Holz.

Kapitän Grote legte 867 Holz hin, obwohl er ebenfalls nicht richtig ins Spiel fand. Jungstar Robin Holler zeigte mit 872 Holz eine gute Reaktion, nachdem er in Dortmund unter seinen Möglichkeiten geblieben war. Ein weiteres Highlight setzte Kerim Demirbag mit 894 Holz, bevor Knut Martini (848) und Matthias Simon (861) das Spiel und die damit verbundenen vier Zähler für 5459 Leistungspunkte klar nach Hause brachten. Der Klassenerhalt war nach dem zweiten Spieltag der Abstiegsrunde schon so gut wie sicher.

Letzte rechnerische Zweifel beseitigte das Team tags darauf in Düsseldorf. Obwohl es hier mit einer frühen Startzeit (10 Uhr) in den dritten Spieltag ging, waren die Heiligenhauser hellwach - geradezu befreit spielten sie auf. Robin Holler (948) und Marcel Grote (942) legten los wie die Feuerwehr. Auf sehr gut zu bespielenden Kunststoffbahnen waren die Heiligenhauser lange auf Tagessieg-Kurs, ehe sich die Düsseldorfer im Endspurt noch die vier Punkte sicherten und ebenfalls den Klassenerhalt feiern konnten.

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Die beste Einzelleistung am dritten Spieltag erzielte dennoch ein Heiligenhauser. Kerim Demirbag fühlt sich auf den Bahnen sehr wohl und spielte herausragende 959 Holz. Matthias Simon (868) und Christian Prante (865) konnten dann keine weiteren Höhepunkte mehr setzen, sicherten den Heiligenhausern aber den zweiten Platz und somit weitere drei Punkte. Bei insgesamt 14 Punkten und einem ausstehenden Turnier beim KSC Landsweiler steht vorzeitig eins fest: Heiligenhaus bleibt erstklassig.

"Uns allen sind sämtliche Steine vom Herzen gefallen. Die letzten Spiele in der Saison und die Spiele in der Abstiegsrunde sind extrem an die Substanz gegangen", erklärte der erleichterte Marcel Grote. Die Gefahr des Abstiegs sei für seine Mannschaft eine komplett neue Situation gewesen, "die wir aber großartig gemeistert haben". Das Ziel für die nächste Saison war nach dem Sprung ans rettende Ufer schnell formuliert: "Wir wollen nicht noch einmal in Abstiegsnöte geraten - im Gegenteil. Es macht immer mehr Spaß, oben mitzuspielen." Diese Saison habe gezeigt, dass die Mannschaft dazu in der Breite nicht gut genug aufgestellt ist. "Meine Aufgabe bis zum Sommer wird es sein, das zu ändern", betonte der Kapitän.

(höv)