Auswahl von FuPa Das könnte die Oberliga-Elf der Saison sein

Niederrhein · Das Online-Portal FuPa hat eine Auswahl für die Elf der abgelaufenen Saison in der Fußball-Oberliga getroffen. Mit dabei: ein Spieler von Ratingen 04/19 und zwei von den Sportfreunden Baumberg.

 Haben es beide in die Auswahl geschafft: Ben Harneid von den Sportfreunden Baumberg und Ali Hassan Hammoud von Ratingen 04/19 (von links).

Haben es beide in die Auswahl geschafft: Ben Harneid von den Sportfreunden Baumberg und Ali Hassan Hammoud von Ratingen 04/19 (von links).

Foto: Achim Blazy (abz)

Die Sommerpause im Fußball ist da, die Handys vieler Kaderplaner am Niederrhein laufen heiß. Und auch die Sportchefs der Regionalliga-Klubs sind schon seit Wochen auf der Suche nach Verstärkungen. Der Blick in die Oberliga Niederrhein dürfte sich dabei lohnen. Die Redaktion des Online-Portals FuPa nennt die aus ihrer Sicht besten Spieler der Saison 2023/24, die das Potenzial hätten, auch eine Spielklasse höher zu kicken.

Torwart

Lukas Lingk (Spielvereinigung Schonnebeck): Der 23-Jährige spielte eine überragende Saison bei der Spielvereinigung Schonnebeck, auf den früheren Schalker war Verlass. In 32 Partien stand er für die Essener auf dem Platz. Dass das Team von Trainer Dirk Tönnies nur 46 Gegentore kassierte, lag auch an den starken Vorstellungen des Torhüters. Und bei der Spielvereinigung kann man sich schon jetzt auf die Saison 2024/25 freuen: Lingk bleibt dem Vorjahres-Vizemeister erhalten.

Abwehr

Jan Corsten (TVD Velbert): Der 23-Jährige wurde beim Wuppertaler SV ausgebildet und kickte für den Traditionsverein auch in der A-Junioren-Bundesliga. Nach Stationen beim VfB 03 Hilden und beim SC Düsseldorf-West hat der Innenverteidiger beim TVD Velbert den Sprung zu den Senioren geschafft. Der Youngster ist unangefochtener Stammspieler. Mit einem Treffer und zwei Assists sorgte Corsten mit dafür, dass sein Klub den Klassenerhalt auf den letzten Metern noch perfekt machte. Nun geht es zu ETB Schwarz-Weiß Essen.

Frederik Lach (ETB Schwarz-Weiß Essen): Der Abwehrspieler kehrte vor zwei Jahren überraschend vom Drittligisten SC Verl zu seinem Heimatverein ETB Schwarz-Weiß Essen zurück. Und der Wechsel avancierte zu einem Glücksgriff. Der 27-Jährige agiert in der Innenverteidigung kompromisslos, zudem schaltet er sich immer wieder stark in der Offensive ein. Wenig verwunderlich also, dass Frederik Lach das Team auch als Kapitän aufs Feld führt. In seiner Bilanz stehen nun zwei Torvorbereitungen.

Ben Harneid (Sportfreunde Baumberg): Obwohl der Innenverteidiger erst 24 Jahre alt ist, gehört Harneid bereits zu den routinierten Oberliga-Kräften bei den Sportfreunden. In der Innenverteidigung besticht er mit seinem robusten Spiel und seiner konsequenten Zweikampfführung. Auch im Spielaufbau leistet sich Harneid, der in der Nachwuchsabteilung des 1. FC Köln ausgebildet wurde, kaum Fehler. Der beidfüßige Youngster schafft es stattdessen, viele Angriffe des Gegners frühzeitig zu unterbinden, indem er antizipativ agiert. Ein Mosaikstein zur Meisterschaft.

Justin Härtel (KFC Uerdingen): Der 29-Jährige, der vom TVD Velbert zum KFC Uerdingen gewechselt war, avancierte gleich zum Stammspieler in Krefeld. Der Routinier war es, der die Mannschaft defensiv zusammenhielt, wenn es darauf ankam. In 31 Partien stand der frühere Hildener auf dem Platz, ihm gelangen zwei Tore. Eine starke Rückrunde des KFC sorgt dafür, dass Härtel in der kommenden Spielzeit in der Regionalliga kicken wird.

Mittelfeld

Julian Bode (VfB Homberg): Julian Bode entwickelt sich bei den Duisburgern seit Monaten stark. Da reicht eigentlich schon der Blick auf seine Bilanz: In der vergangenen Saison standen 14 Tore und zehn Vorbereitungen zu Buche. Der 22-Jährige, der im Sommer vergangenen Jahres von den Sportfreunden Hamborn 07 gekommen war, bringt immer wieder mächtig Esprit und Kreativität ins Spiel der Duisburger.

Kevin Weggen (FC Büderich): Auch beim Aufsteiger FC Büderich gehörte der Ex-Regionalliga-Kicker zu den stärksten Mittelfeldspielern der Spielklasse. Kaum einer hat eine derart starke Übersicht wie der 30-Jährige, zudem ist er immer wieder bei Standards und Distanzschüssen gefährlich. So gelangen dem Führungsspieler, der auf und neben dem Platz eine wichtige Rolle spielt, in dieser Saison auch wieder elf Treffer und sieben Assists.

Mohamed Yassin Benslaiman Benktib (TSV Meerbusch): Es war wahrlich keine leichte Saison für den TSV Meerbusch, erst am letzten Spieltag machten die Blau-Gelben den Klassenverbleib perfekt. Das Verletzungspech war extrem, zu häufig stimmte die Leistung nicht. Benslaiman Benktib ließ sich aber nicht beirren, der 23-Jährige traf 15 Mal und bereitete acht Treffer vor – der Ex-Ratinger als Taktgeber im Offensivspiel des TSV. Nun geht es zu Regionalliga-Absteiger SSVg Velbert.

Julian Andres Suaterna Florez (SC St. Tönis): Der SC St. Tönis landete im Mittelfeld der Abschlusstabelle. Flores war aber alles andere als biederer Durchschnitt: Der Kolumbianer, 27 Jahre alt, traf in 16 Partien 14 Mal, drei Tore legte er auf. Der Offensivakteur ist ein echter Hingucker in der Spielklasse – da können sich die Fans schon jetzt auf die kommende Spielzeit freuen.

Robin Hömig (Sportfreunde Baumberg): Seit Jahren ist der Mittelfeldspieler Leistungsträger bei den Sportfreunden – in dieser Saison setzte er aber noch einen drauf. Der 32-Jährige traf 17 Mal, hinzu kommen 28 (!) Assists. In der Torjägerliste reicht es für Platz zwei. Hömig ist in praktisch jeder Spielsituation in der gegnerischen Hälfte gefährlich, er trifft aus fast allen Lagen.

Sturm

Ali Hassan Hammoud (Germania Ratingen 04/19): Endlich hat es Ali Hassan Hammoud geschafft: In der vergangenen Saison gelang dem hochveranlagten 24-Jährigen in Ratingen endgültig der Durchbruch. 15 Treffer schaffte der Libanese, zwei Treffer legte er auf. Am Ball ist Hammoud stark, zudem kann er sich trickreich im direkten Duell durchsetzen. Ein Spieler wie er ist für jeden Verteidiger unangenehm. Er sucht einen neuen Verein.

Calvin Küper (Spielvereinigung Schonnebeck): Der Angreifer war wieder eine Bank im Team der Spielvereinigung. Schon früh entdeckte der Rechtsfuß seinen Torinstinkt, und er hörte in der vergangenen Saison gar nicht mehr auf zu treffen. Schlussendlich zeichnete er für 22 Tore und sieben Assists verantwortlich. Küper wurde so eine besondere Ehre zuteil: die Auszeichnung als Torschützenkönig der Oberliga.