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Lokalsport: Spätes Happy-End für die Volleyball-Füchse

Lokalsport : Spätes Happy-End für die Volleyball-Füchse

Der Regionalligist verliert sein eigenes Spiel - doch die Konkurrenz patzt im Kampf um die Liga.

Durch ein Wechselbad der Gefühle mussten die Volleyballer der SG Ratingen/Düsseldorf am letzten und entscheidenden Spieltag der Regionalliga. Die Truppe von Trainer Daniel Reitemeyer verlor im Abstiegskampf ihre Partie beim Tabellenvierten VV Humann Essen II nach großem Kampf mit 2:3 (20:25, 22:25, 25:19, 25:22, 7:25) und musste davon ausgehen, auf den achten Platz zurückzufallen, der in die Relegation führt. "Wir waren nach dem Spiel sehr niedergeschlagen", berichtete der Coach. Umso größer war zwei Stunden später die Nachricht von der überraschenden 2:3-Niederlage des Tabellennachbarn TV Hörde II in eigener Halle gegen den Dürener TV II, durch die die Füchse auf dem siebten Rang bleiben und den direkten Klassenerhalt schaffen. Niemand im Ratinger Lager hatte mit einer Niederlage der Hörder gerechnet, die in den vergangenen Wochen viele Punkte erzielt hatten. Mit einem 3:0- oder 3:1-Sieg wären sie an Ratingen vorbeigezogen. So aber gab es nach Wochen des Zitterns doch noch ein Happy End für die Füchse.

In der Relegation hätten die Reitemeyer-Schützlinge vermutlich schlechte Karten gehabt. "Ich weiß nicht, ob wir der mentalen Belastung gewachsen wären", sagte der Coach. "Auch in Partie gegen Essen haben wir Nerven gezeigt. Das liegt einfach daran, dass wir in den vergangenen Monaten so wenig zusammen trainiert haben. Uns fehlen die Sicherheit und das Selbstbewusstsein in unseren Aktionen."

Dazu kam gegen Humann, dass André Meyer nicht im Vollbesitz seiner Kräfte war. Der Angreifer, der eine zentrale Figur im Spiel der Ratinger ist, hatte zwei Wochen lang wegen einer Schulterverletzung nicht trainieren können, was seinem Auftreten deutlich anzumerken war.

Und so gingen die ersten beiden Durchgänge mit 20:25 und 22:25 auch deutlich verloren. Essen schlug stark auf und setzte die Annahme der Füchse mächtig unter Druck. Alles lief auf eine klare Niederlage von Reitemeyer & Co. hinaus. Auch zu Beginn des dritten Satzes noch, als die Ratinger schnell mit fünf Punkten ins Hintertreffen gerieten. "Dann ist es uns gelungen, die Handbremse zu lösen", so der Coach. Die Gäste glichen nach Sätzen zum 2:2 aus. Zu Beginn des Tie-Break-Satzes war es dann zunächst eine ausgeglichene Angelegenheit, Essen machte auf der Zielgeraden aber die wichtigen Punkte.

Für die Frauen des CVJM Ratingen war der Gegner am letzten Spieltag der Verbandsliga eine Nummer zu groß: Sehr deutlich mit 0:3 (13:25, 17:15, 8:25) verlor das Team von Trainer Christian Höhne beim starken Meister VV Humann Essen und beenden die Saison damit als Fünfter.

(faja)