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SK Heiligenhaus lässt in der Bundesliga Punkte liegen

Sportkegeln, Bundesliga : SK Heiligenhaus plagen personelle Probleme

Die Verletzungen bei den Bundesliga-Keglern der SK Heiligenhaus haben auch Auswirkungen auf die Reserve. Beide Teams lassen Punkte liegen. Die Kegler hoffen, dass sich ihre Spieler in der nun anstehenden kurzen Pause weitestgehend erholen.

Die Sportkegler der SK Heiligenhaus haben im Kampf um die Deutsche Meisterschaft erneut wichtige Punkte in der Bundesliga liegen gelassen. Auf ungewöhnlich schwer zu bespielenden Kunststoffbahnen bei Union Gelsenkirchen ließ das Team von Kapitän Marcel Grote zahlreiche Chancen ungenutzt und musste sich am Ende mit einem Punkt begnügen.

Das Spiel nahm im ersten Block nur schleppend Fahrt auf. Während bei den Gastgebern der Respekt den Heiligenhausern gegenüber die Arme schwer zu machen schien, konnten Marcel Schneimann (847 Holz) und André Laukmann (854) zwar einen Vorsprung herausspielen – angesichts der zahlreichen Fehlwürfe der Gelsenkirchenern fiel dieser mit 32 Holz aber deutlich zu gering aus. Sowohl Schneimann als auch Laukmann waren in ihren ersten Halbzeiten auf 900er Kurs, erlebten im zweiten Durchgang jedoch jeweils einen Leistungsabfall. Dennoch ging der Plan der Heiligenhauser, nach dem ersten Block in Führung zu liegen, auf.

Im zweiten Block ging Kapitän Grote sehr konzentriert zu Werke und belohnte sich mit der Tagesbestzahl von 874 Holz. Das andere Extrem erlebte sein Blockpartner Timo Mandelik, der mit 804 nicht Schritt halten konnte. Da aber auch die Gastgeber strauchelten, betrug die Führung der Heiligenhauser vor dem entscheidenden letzten Block noch 27 Holz.

Dort sollten es mit Matthias Simon und Kerim Demirbag zwei Akteure richten, die jahrelang in Gelsenkirchen gespielt haben. Während Simon mit 832 Holz mit einem ordentlichen Ergebnis abschloss, mussten die Heiligenhauser bei Demirbag feststellen, dass er nach einer langen Verletzungspause und als frischgebackener zweifacher Vater nicht bei 100 Prozent war.

„Möglicherweise kam das Spiel für Kerim noch zu früh – um solch ein enges Match erfolgreich zu gestalten, benötigt man nun mal eine gewisse Sicherheit. Die Verletzungen von Knut Martini und Holger Parassini zwangen uns gewissermaßen zu diesem Risiko“, erklärte Grote die überraschende Aufstellung. Die Entscheidung fiel in den letzten Kugeln des Wettkampfes. Während die Gelsenkirchener entscheidende Neuner warfen, um den Rückstand in eine Führung umzumünzen, vergaben Simon und Demirbag einige Chancen, den Abstand zu vergrößern, so dass das Endergebnis enttäuschte Gesichter bei der SK Heiligenhaus zurückließ: 5039:5028, 41:37 in der Einzelwertung und somit 2:1.

Die einwöchige Spielpause kommt Grote nun gelegen: „Wir hoffen, dass Knut und Holger dadurch etwas Zeit gewinnen, um wieder fit zu werden – Fakt ist, dass wir die Zeit bis zum nächsten Heimspiel gegen SK Münstemaifeld für intensives Training nutzen werden.“ Die Rheinland-Pfälzer sind am Samstag, 24. Oktober um 13 Uhr an der Selbecker Straße zu Gast.

Auch die Reserve findet in der zweiten Bundesliga nicht so richtig in Tritt. Ein Punktgewinn beim SC Reckenfeld war durchaus in Reichweite. Zwei Einzelwertungen fehlten zum Auswärtspunkt. 4916:4743, 49:29 in der Einzelwertung und somit 3:0 lautete das Endergebnis. Lediglich Sascha Winkler (813 Holz) und Robin Holler (808) konnten die 800er-Marke knacken. Nach der Niederlage in der Vorwoche befindet sich die Reserve nun mitten im Abstiegskampf: „Natürlich ist es für die Zweite auch nicht einfach, wenn wir in der ersten Mannschaft so viele Verletzte haben – dennoch haben sich die Jungs das Abenteuer zweite Bundesliga durch tolle Leistungen verdient, und ich bin sicher, dass sie sich schon bald belohnen werden,“ so Grote, der ergänzte: „Es gehört zur Entwicklung dazu, sich auf möglichst hohem Niveau mit anderen Teams zu messen – Niederlagen gehören da leider auch zu. Wichtig ist es, dass die Jungs weiterhin Gas geben.“ Für die Reserve geht es ebenfalls am 24. Oktober weiter. Zu Gast im Derby ist die SK Mülheim. Beginn ist im Anschluss an die Erstligabegegnung um 16.30 Uhr.

Mit Blick auf die aktuell steigenden Inzidenz-Zahlen in NRW behalten sich die Heiligenhauser eine Deckelung der anwesenden Gäste und Zuschauer vor. „Diese Entwicklung ist durchaus besorgniserregend – wir tun unser Möglichstes, Spieler und Zuschauer bestmöglich im Training und an Spieltagen zu schützen“, betonte Grote.