Handball: SGR-Reserve will Pleite im Derby mit Heimsieg verarbeiten

Handball: SGR-Reserve will Pleite im Derby mit Heimsieg verarbeiten

Der Handball-Verbandsligist trifft auf Kellerkind Cronenberg – das soll jedoch nicht so schlecht sein, wie es die Tabelle aussagt.

(wm) Eigentlich ballert die SG Ratingen II daheim an der Gothaer Straße alles aus der Halle, was sich in den Weg stellt. Daheim sind die Ratinger unbesiegt (neun Heimspiele/ sieben Siege), aber vor dem zehnten Heimmatch gegen die TG Cronenberg (Samstag, 15.30 Uhr) hat Trainer Rene Osterwind doch erhebliche Bedenken: „Wir alle begreifen nicht, wie diese starken Cronenberger so tief unten drin stehen. Viertletzter Platz, das ist unglaublich. Die haben zuletzt Aufderhöhe größte Probleme bereitet. Jedenfalls haben wir uns auf eine hammerharte Aufgabe vorbereitet. Wir wollen erneut zeigen, wie stark wir in eigener Halle sind und ungeschlagen bleiben.“

Erstmals in dieser Saison ist Nils Koßmann wieder dabei, der ewig mit seiner Schulterverletzung zu kämpfen hatte. Und auch Benny Karmaat kehrt in den Kasten zurück. Die Ratinger haben nun 18 Punkte und Platz acht sollte eigentlich viel Sicherheit geben. Aber Osterwind warnt: „Stell Dir mal vor, wir holen vier Wochen lang nichts Zählbares. Dann ist der Teufel los. Und das muss nicht sein, wir müssen deshalb diese Cronenberger unbedingt schlagen.“ Dort haben seine auswärtsschwachen Schützlinge im Hinspiel 27:28 verloren.

Noch einer brennt auf diese Heimpartie. Das ist der Mittelmann Jan-Niklas Sinnwell. Ist er gut drauf, läuft es auch bestens im Angriffsspiel. Und dass er mt seinen 22 Jahren noch Formschwankend unterliegt, dafür hat jeder an der Gothaer Straße volles Verständnis. „Ich habe keine Erklärung, warum wir zuletzt gegen den Turnverein restlos versagt haben“, so der BWL-Student aus Duisburg. Er fühlt sich jedenfalls rundherum wohl bei der SG-Reserve. „Lezek Hoft nahm mich in der letzten Saison unter seine Fittiche, unser alter Trainer brachte mir bei, wie sich ein Mittelmann zu verhalten hat. Über diesen Weg habe ich mit einen Stammplatz erobert.“

Auch Kreisläufer Alex Enders freut auf dieses Heimmatch. Zumal sich Besuch angesagt hat. Seine Onkel Werner Enders, inzwischen 72 Jahre alt, ehemaliger Ingenieur und ehemaliger Erfolgscoach des TV Angermund (Aufstieg 2. Bundesliga), kommt an die Gothaer Straße. Er will erstmals seit geraumer Zeit seinen Neffen wieder spielen sehen. Und das zur rechten zeit – der ist nämlich in Bombenform. Und gibt das Lob weiter: „Ich lebe im Schwerpunkt von den Anspielen von Bastian Lindner“, so der baumlange Kreisläufer, der wie kaum ein anderer die Bälle, egal ob oben der unten, mit einer Hand fängt und mit seinen zwei Metern Körpergröße unglaublich hart abfeuern kann.

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