Handball: SGR II kann trotz Krise nicht mehr absteigen

Handball : SGR II kann trotz Krise nicht mehr absteigen

Der Handball-Verbandsligist spielt schlecht, ist aber trotzdem gerettet. Man blickt auf die neue Saison.

(wm) „Eine derart grausige Rückrunde, wie wir sie jetzt gespielt haben, die wollen wir nie mehr erleben.“ Marc Steppke ist der Pressesprecher des Handball-Regionalligisten SG Ratingen und seit Jahren Rechtsaußen der Reserve. Und gerade sie ist der Dauerverlierer in der Verbandsliga. Die letzten acht Spiele gingen allesamt verloren und dies bei so schwachen Gastgebern wie VfL Saarn und vor allem TV Haan.

„Wir kennen aber die Gründe“, so Steppke. „Bastian Schlierkamp fiel die gesamte Rückrunde aus, er ist nun einmal der Kopf der Mannschaft. Sein Wort zählt. Ohne Wenn und Aber. Hinzu kommt der Ausfall von Salim Bakhsh, der in Lintorf einen Achillessehnenriss erlitt. Wir aber schauen vorwärts. Es sind mehrere Spieler zum Probetraining gekommen, wir sind also durchaus interessant. Damit werden nun Gespräche geführt und sonst bleibt die Mannschaft bis auf Niklas Wergen komplett zusammen. Wir werden eine gute Mannschaft stellen in der neuen Spielzeit.“

Eins steht aber jetzt schon fest - die SG-Reserve kann nicht wie schon befürchtet absteigen. Steppke hat das alles überprüft. Ausschlaggebend ist die Absage des TV Haan in der Hinrunde. Da nutzt den Gartenstättern der Kantersieg in der Vor-Osterwoche überhaupt nichts. Und auch gegenüber Unitas Haan II und VfR Saarn sind die Ratinger im direkten Vergleich im Vorteil. Sie können also ihr letztes Saison-Heimspiel am kommenden Samstag gegen den MTG Horst (Tabellenvierter/ 15.30 Uhr, Gothaer Straße) unbesorgt angehen. Im Hinspiel waren die Rot-Weißen 31:37 unterlagen, aber das will nicht viel sagen. In fremden Hallen waren sie bis auf das Auftaktspiel in Solingen immer Kanonenfutter. Die Punkte zum Klassenerhalt wurden in der Hinrunde mit guten und erfolgreichen Heimspielen gesichert. Zum Saisonausklang geht es am 5. Mai noch nach Dümpten.

Trainer bleibt Rene Osterwind. „An Renes Stuhl wurde nie gewackelt“, so Steppke. „Schließlich ist sein Vertrag schon um die Weihnachtszeit verlängert worden.“ Da steckt die solide Arbeit von Vereinsboss Bastian Schlierkamp hinter. Er und Osterwind haben einst in Ratingen gemeinsam das Abitur gebaut, sie waren immer Freunde und auch jetzt, in dieser schwierigen Phase, da stehen sie zusammen wie echte Männer. Erfreulich, dass es so etwas heute noch gibt. Ob allerdings Benny Karmaat auch in der kommenden  Saison im Tor steht, ist fraglich. Die Clubführung will ihn lieber im Regionalliga-Team sehen. Ähnlich sieht es beim Ex-Wülfrather Timo Schmitz aus. Auch der 25 Jahre alte Mittelmann soll „oben“ spielen, aber die Chancen stehen gut, dass er dem Reserve-Team erhalten bliebt.