SG Ratingen schlägt im HVN-Pokal die Wölfe Nordrhein mit 35:19

Handball : SG Ratingen zieht ins Pokal-Halbfinale ein

Handball-Regionalligist SG Ratingen besiegt nach zerfahrenem Beginn den Oberliga-Tabellenführer HC Wölfe Nordrhein am Ende sicher mit 35:19. Im Halbfinale geht es nun gegen den Sieger der Partie SG Langenfeld gegen Adler Königshof.

Die SG Ratingen ist recht mühelos ins Halbfinale des Verbandspokals (HVN) eingezogen. Der Regionalligist setzte sich gegen den Oberliga-Tabellenführer HC Wölfe Nordrhein am Freitagabend sicher 35:19 (16:10) durch und trifft damit zwischen dem 25. November und 6. Dezember auf den Sieger der Partie SG Langenfeld (Regionalliga) gegen DJK Adler Königshof (Oberliga), die am Donnerstag stattfindet.

Wer am Freitag allerdings die ersten fünf Minuten in der Sporthalle Gothaer Straße verpasste, der hatte viel richtig gemacht. Die Anfangsphase der Pokalpartie war grausig, es gab Fehler am laufenden Band. Auch von den Hausherren, die sich erst auf die 5:1-Deckung der Gäste aus Duisburg einstellen mussten, und nach einem Fehlpass von Kapitän Alexander Oelze auf Thomas Bahn direkt einen Gegenstoß zum 0:1 kassierten. Da auch die Wölfe im Angriff fehlerhaft agierten, war es anfangs wahrlich wenig unterhaltsam, es dauerte rund fünf Minuten, bis die SGR den ersten Treffer erzielte: Oelze bediente bei angezeigtem Zeitspiel seinen Kreisläufer Christian Mergner, und der erzielte das 1:2.

Im Anschluss steigerten sich die Ratinger aber, sie fanden nun immer wieder Mergner, der bei der offensiven Deckung der Wölfe naturgemäß viel Raum zur Entfaltung hatte. Dann traf Marco Bauer dreimal nach nahezu exakt dreimal derselben Wurf-Körper-Täuschung, und da inzwischen auch die mazedonische Achse mit Spielertrainer Ace Jonovksi im Deckungszentrum und Torwart Petre Angelov funktionierte, setzte sich die SGR bis zur Pause komfortabel ab.

Die Halbzeit störte den Fluss der Hausherren nicht, sie spielten nun ihre individuelle Klasse aus und konnten es sich leisten, Filip Lazarov komplett zu schonen und den Verbandsliga-Akteuren Timo Schmitz und Maik Ditzhaus viel Spielzeit zu geben, die sie nutzten. Bester Schütze wurde Bahn mit sieben Toren.

SGR: Angelov (1. bis 30. Minute) 6 Paraden, Schmidt (ab 30./5 Paraden, davon 1 bei Siebenmeter) – Nitzschmann (5 Tore), Lazarov nicht eingesetzt, Oelze (4/davon 1 per Siebenmeter), Mensger (1), Bahn (7), Bauer (6), Funke (2), Mergner (6), Ditzhaus (3), Schmitz (1), Jonovski. Strafminuten: SGR 4, Wölfe 0.