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Handball: SG Ratingen kassiert Ausgleich in letzter Sekunde

Handball : SG Ratingen kassiert Ausgleich in letzter Sekunde

Der Handball-Nordrheinligist spielt beim VfB Homberg 26:26 – und verliert Marcel Müller mit einer schweren Verletzung.

Khalid Khan weiß nicht so recht, ob er lachen oder weinen soll. Einen Punkt nahm seine SG Ratingen vom Gastspiel beim VfB Homberg in der Handball-Nordrheinliga mit. „Eigentlich ist das zu wenig und ärgerlich“, sagt Khan über das 26:26 (13:11), „aber angesichts der Umstände muss ich meiner Mannschaft ein großes Kompliment machen.“ Denn die SG nahm nicht nur einen Zähler mit auf die Heimreise, sondern gleich zwei Verletzte: Marcel Müller verdrehte sich vor der Pause das Knie, Trainer Khan befürchtet eine lange Pause. Und auch Christian Mergner fiel in der Schlussphase aus.

Bitter war, dass der Ausgleich für die Homberger in der letzten Spielsekunde fiel. Marco Bauer hatte die SGR auf 26:25 in Führung gebracht, den Ballbesitz der Gastgeber brachten die Ratinger danach zunächst gut über die Zeit. Einen letzten Freiwurf wenige Sekunden vor dem Ende spielten die Homberger jedoch gut aus und erzielten bei 59:59 das 26:26 durch Mirko Krogmann.

Zu dem Zeitpunkt war Filip Lazarov gar nicht mehr auf der Platte. Der mazedonische Nationalspieler sah acht Minuten vor dem Ende seine dritte Zeitstrafe. Bis dahin hatte er maßgeblich dazu beigetragen, dass das Löwenrudel einen Drei-Tore-Rückstand (17:20) noch in eine 23:21-Führung drehen konnte. Nach der Hinausstellung Lazarovs kamen die Gastgeber jedoch noch einmal heran, in der Schlussphase blieb das Spiel knapp.

Für Trainer Khan hätte es soweit aber gar nicht kommen müssen. „Wir hätten in der ersten Hälfte 18 bis 19 Tore erzielen müssen“, sagt er. „Dann wäre es gar nicht so eng geworden.“ Die SG spielte eine ordentliche erste Hälfte. „Die Abwehr stand hervorragend, wir kriegen nur elf Gegentore. Aber wir haben zu wenig aus dem Gegenstoß gemacht. Der Rhythmus fehlte nach zwei Wochen Pause, das hat man gemerkt“, sagte Khan.

Ohne Mergner, Müller und Lazarov wurde es für das Löwenrudel in der Schlussphase schwer – und das dürfte die Ratinger in den kommenden Wochen auch für Probleme stellen. „Wir haben aktuell nur drei gesunde Rückraumspieler und spielen kommende Woche gegen Opladen“, sagt Khan. „Da werden wir noch nachlegen müssen personell.“

In der Tabelle liegt das Löwenrudel nun mit fünf Verlustpunkten hinter dem Tabellenführer TSV Bonn, der aktuell erst zwei Minuspunkte auf dem Konto hat. „Aber es ist noch früh in der Saison und wir treffen noch auf die Top-Teams“, betont Khan. „Es ist noch alles drin für uns.“ Über eines ist der Coach jedoch glücklich: „Diesen FC Bayern-Nimbus sind wir in der Liga jetzt erstmal los.“