SG Ratingen II verliert bei MTG Horst 29:35 in der Verbandsliga

Handball : Reserve der SG steckt jetzt im Abstiegskampf

Der Verbandsliga-Abstiegskampf ist für die SG Ratingen II endgültig eingeläutet. Und zwar ganz schrill. Denn was die Rot-Weißen am Sonntagabend in Überruhr, wo die MTG Horst gegenwärtig beheimatet ist, aufzeigte, das kann nur mit "ganz schwach" bezeichnet werden.

Die Horster standen bisher in der Tabelle zurück, sie waren aber in diesem Match auf allen Positionen deutlich überlegen, und die SG-Reserve verlor 29:35 (13:14). Erschreckend dabei vor allem die zweite Hälfte: Nach dem schnellen 14:14-Ausgleich durch Maik Ditzhaus lief nichs mehr zusammen. 20:27 hieß es nach 45 Minuten, und die Ratinger waren für Horst nur ein Spielball.

Die Sportliche Führung der SG-Reserve ist nicht blauäugig. Sie weiß genau, mit wie viel Dusel in der vergangenen Spielzeit die Liga erhalten wurde, und nun sieht es ähnlich aus. Aber Glück ist nicht von Ewigkeit. Es war die sechste Niederlage in Folge, und am Samstag kommt zum Hinrundenausklang der unberechenbare LTV Wuppertal II an die Gothaer Straße (15.30 Uhr). Trainer Rene Osterwind sagte: "Diese Horster waren uns in allen Bereichen überlegen. Die haben mit Leidenschaft und Tempo gespielt, wir nicht. Alle wissen nun, wie schwer es jetzt wird." Ähnlich sah es sein wie immer gelassener Assistent Hendrik Jänsch: "Wir leisteten uns 21 Fehlwürfe. Das ist grausig, damit kann man nichts gewinnen."

Aus dem Regionalliga-Kader half Etienne Mensger aus. Der Linkshänder bekam an der rechten Seite aber viel zu wenig Bälle, und was ankam, damit konnte er in der Regel nichts anfangen. Seine Räume waren stets geschickt zugestellt, und über den Tempogegenstoß ging nichts. Es war aber auch festzustellen, dass der 25-Jährige in dieser Mannschaft nicht eingespielt ist. Gut spielte nur Bastian Schlierkamp. Er allein freilich konnte wenig ausrichten.

SG Ratingen II: Schmitz, ab 43. Lux - Bakhsh 1, Schlierkamp 8/1, Mensger 3, Oppitz 6, Enders 2, Ludorf 2, Wergen 3, Ditzhaus 1, Blumenthal, Pakullat 3. Zuschauer: 65.