SG Ratingen II schlägt LTV Wuppertal II 31:28 in der Verbandsliga

Handball : Oppitz macht das Spiel seines Lebens für die SG-Reserve

Als sich Spielmacher Bastian Schlierkamp nach zwei Minuten einen Muskelfaserriss zuzieht, sieht es übel aus für die Verbandsliga-Reserve der SG Ratingen gegen den LTV Wuppertal II. Doch dann redet Trainer René Osterwind seinen Spieler Clemens Oppitz stark – und der wirft elf Tore beim 31:28-Sieg.

Es begann übel für die SG Ratingen II im so ungemein wichtigen Verbandsliga-Heimspiel gegen den LTV Wuppertal II. Denn nach zwei Minuten verletzte sich Spielmacher Bastian Schlierkamp. Ein Muskelfaserriss im Oberschenkel zwang den Rückraumwerfer, er ist der Kopf der Mannschaft, zum Ausscheiden, und wie sollte es ohne ihn nun laufen? Trainer Rene Osterwind nahm sich Clemens Oppitz vor. Ihn redete Osterwind stark, der in Stuttgart lebende Rückraumspieler machte das Spiel seines Lebens, setzte den Wuppertalern elf Bälle in die Maschen, er traf einfach aus allen Lagen, und am Ende stand ein 31:28-Sieg.

Jetzt, zum Hinrundenende, sieht es für die SG schon erheblich freundlicher aus. Die schlimme Niederlagenserie, sechs Spiele gingen zuletzt verloren, ist beendet, der Tabellenkeller wieder um drei Punkte entfernt, und dem Rückrundenauftakt am kommenden Samstag gegen die TG Cronenberg (Heimspiel, 15.30 Uhr) kann mit guten Hoffnungen entgegen gesehen werden. Allerdings verschärft Schlierkamps Verletzung die ohnehin angespannte Personallage.

Ohne ihn fanden die Ratinger zunächst schwer ins Spiel, 8:11 (17.) und 14:16 beim Wechsel, das sah nicht gut aus. Dann aber bestimmten ausschließlich die Hausherren das Geschehen. Alex Enders glich zum 16:16 aus, Oppitz warf seine SG-Reserve 17:16 nach vorne (32.). Er erzielte auch die wichtigen Treffer zum 27:22 (51.) und 31:26 (57.). Da waren die Punkte endgültig gesichert. Mit Dario Bevenda und Christian Winter holte sich Osterwind zwei Akteure aus der Dritten Mannschaft, um wenigstens eine etwas besser besetzte Bank zu besitzen. Die beiden waren aber schnell integriert, sie hielten vorzüglich mit, auch ein wesentlicher Bestandteil, dass die Punkte an der Gothaer Straße blieben. „Die Mannschaft hat viel Kampf und Leidenschaft gezeigt“, so Osterwind. „Jetzt können wir alle erst einmal tief durchatmen.“

SG Ratingen II: Schmitz, Karmaat - Wergen 6, Bakhsh, Schlierkamp 1, Enders 4, Blumenthal 1, Pakullat 3, Oppitz 11, Bevenda 1, Winter, Ludorf 4. Zuschauer: 20. Schiedsrichter: Barbachowski aus Krefeld.