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SG Ratingen II hat noch Reserven in der Verbandsliga

Handball-Analyse : Verstärkung aus den eigenen Reihen für die SG-Reserve

Die Reserve der SG Ratingen steht nur noch drei Punkte vor einem Abstiegsplatz der Handball-Verbandsliga. Wenn sie aber die letzten beiden Spiele der Hinrunde gewinnt, sei sie voll im Soll, findet Trainer René Osterwind, der im Neuen Jahr wieder auf die bewährten Kräfte Bakhsh, Müller und Pakullat setzen kann.

Von einem Absturz in den Gefahrenbereich der Handball-Verbandsliga will Rene Osterwind, der Trainer der SG Ratingen II, absolut nichts wissen. „Wir haben jetzt, vor der Weihnachtspause, alles besprochen“, sagt der 37-Jährige. „Nur die Punkte aus dem Dümpten-Spiel, die fehlen uns. Die hatten wir eigentlich einkalkuliert. Sonst liegen wir so im Rennen, wie wir es ausgerechnet hatten.“ Dennoch, die letzten fünf Spiele gingen verloren, und Platz acht derzeit, der ist längst nicht mehr sicher. Denn Wülfrath, das als Vorletzter auf dem ersten Abstiegsplatz steht, liegt nur drei Zähler zurück.

Es spricht aber vieles dafür, dass die Rot-Weißen von der Gothaer Straße auch diese dritte Verbandsliga-Saison überstehen werden. Man hat Erfahrung mit dem Abstiegskampf. In der vergangenen Spielzeit war es ähnlich, da musste in der Rückrunde eine fürchterliche Talfahrt überstanden werden, aber unruhig wurde niemand im Verein. Dazu besitzt SG-Geschäftsführer Bastian Schlierkamp einfach zu viel Handball-Erfahrung, er weiß genau, wie und in welcher Form er zu reagieren hat. Vornean, dass ein oder gar zwei Regionalligaspieler aushelfen. Aber darauf deutet zwei Spieltage vor dem Hinrundenende nichts hin. Dafür kommt Verstärkung aus den eigenen Reihen.

Allen voran Salim Bakhsh. Der 31-jährige Krefelder kam schon gegen den TV Ratingen (29:30) zu einem Kurzeinsatz, die gerissene und operierte Achillessehne macht keinen Ärger mehr. Osterwind bezeichnet die Trainingsleistung des Krefelder Routiners als vorzüglich. Was fehlt, ist die Spielpraxis. „Aber das kommt“, sagt der Trainer. Dann hat Jonas Pakullat seine Krankeit auskuriert und steht zur Verfügung. Und mit Marcel Müller führte Osterwind ein längeres Gespräch. Müller, der Rückraum-Bomber, wohl unverzichtbar für die Mannschaft, befindet sich im Muskelaufbautraining. Das lädierte und operierte Knie ließ zuletzt kaum Belastungen zu, aber ab der Rückrunde, so versichert es der Torjäger, steht er dem Team wieder zur Verfügung. Der 37-Jährige befindet sich gegenwärtig in der Reha, und es soll nichts überstürzt werden mit einem zu frühzeitigen Einsatz.

Die Ratinger haben den drittbesten Angriff der Liga. Das ist extraklasse. Aber hinten hat es mächtig gehapert, nur der Abstiegskandidat SW Essen kassierte noch mehr Gegentore. Hier will Osterwind die Hebel ansetzen. Lösungen sind in Sicht. Bakhsh ist ein Abwehr-Spezialist, er ist auf diesem Gebiet ein Riesen-Hoffungsträger.

Nun stehen noch zwei Hinrundenspiele an, in denen sich durchaus einiges ausgerechnet wird: 12. Januar in Horst und 18. Januar daheim gegen LTV Wuppertal II. „Das sind Gegner auf Augenhöhe“, sagt Osterwind. „Unser Ziel dabei sind vier Punkte. Wenn das gelingt, sind wir restlos im Soll.“