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SG Ratingen holt Denis Karic vom ThSV Eisenach in die Regionalliga

Handball : Torhüter Karic wechselt aus Eisenach zur SG Ratingen

Handball-Regionalligist SG Ratingen holt den 28-jährigen kroatischen Torhüter Denis Karic vom Zweitligisten ThSV Eisenach und hat nun fünf Spieler aus den drei höchsten Ligen neu verpflichtet: Robert Markotic, Damian Janus, Simon Ciupinski, Nedim Hadzic und eben Karic. Geschäftsführer Bastian Schlierkamp ist zufrieden und will wieder die Dritte Liga angreifen.

Wie berichtet hat die SG Ratingen eine neue Nummer eins für die nächste Saison in der Handball-Regionalliga gefunden, nun hat auch der abgebende Verein Grünes Licht gegeben, den Namen zu nennen: Es ist Denis Karic, der vom Zweitligisten ThSV Eisenach kommt und den zum Regionalliga-Spitzenreiter TuS Opladen wechselnden Nils Thorben Schmidt ersetzt. „Wir haben uns Zeit gelassen bei der Suche für diese vielleicht wichtigste Position im Handball“, sagt SG-Geschäftsführer Bastian Schlierkamp, der da auf einer Wellenlänge mit Cheftrainer Ace Jonovski liegt, der gerne betont, dass die Torhüter „70 Prozent im Handball“ ausmachten.

So hat Leo Loose nun in Karic einen starken Spannmann für die nächste Zeit bekommen, der 28-jährige Kroate erhält in Ratingen einen Zweijahresvertrag mit Option auf eine weitere Saison, also bis 2022 beziehungsweise 2023. Karic wurde in Sarajevo geboren, musste dann aber mit seinen Eltern und seinem Bruder vor dem Bürgerkrieg fliehen – so kam die Familie nach Stuttgart, wo Denis Karic den Kindergarten und die Schule besuchte. Als es nach sechs Jahren wieder zurück in die Heimat ging, lernte er weiter Deutsch und ist inzwischen nicht nur Inhaber eines Sprachdiploms, sondern hat nach einem Sportmanagement-Studium auch ein Diplom als Handballtrainer.

Sportlich schaffte es der 1,85-Meter-Mann bereits mit 16 Jahren in den Kader der ersten Mannschaft von HRK Kartovac, wo Karic in der ersten Liga Kroatiens aktiv war und parallel das Tor der Junioren-Nationalmannschaft hütete, wo er unter anderem auf Robert Markotic traf – der nun vom Bundesligisten TVB Stuttgart ebenfalls nach Ratingen wechselt. Nach elf Jahren bei Kartovac ging der Keeper zum Ligakonkurrenten RK Porec, mit dem er sich als Tabellenvierter für den EHF-Cup qualifizierte. Im Anschluss folgte der Wechsel nach Eisenach, wo er die Nummer zwei hinter dem Slowenen Blaz Voncina war und auf 15 Spiele kam, wobei er vor allem bei den Rückraumwürfen mit fast 41 Prozent Abwehrquote überzeugt hat.

Dass er Eisenach nach nur einem Jahr wieder verlässt, erklärt der werdende Vater so: „Ich habe mich für die SG Ratingen entschieden, weil sie ein sehr gutes Konzept hat und sich selbst hohe Ziele steckt. Ratingen ist außerdem eine Stadt, in der ich mich mit meiner Familie und bald auch mit unserem Kind wohlfühlen werde und wo wir uns ein Zuhause aufbauen können. Über die Mannschaft und Trainer Ace Jonovski habe ich nur Gutes gehört, und ich hoffe, dass wir gemeinsam schnell den Aufstieg packen“, sagt Karic.

Zufrieden mit dem Transfer ist auch Schlierkamp: „Wir hatten viele Keeper im Probetraining und haben uns am Ende für Denis entschieden, weil wir glauben, dass er sich schnellstmöglich integriert und uns wichtig war, dass er gut deutsch spricht. Seine Trainer haben ihm sowohl sportlich als auch menschlich ein hervorragendes Zeugnis ausgestellt, und wir glauben, dass er in der Regionalliga eine sehr gute Verstärkung für uns ist.“ Karic wird „natürlich in die Interaktiv-Familie integriert, um für sich und seine bald größer werdende Familie eine Existenz aufzubauen“, ergänzt Schlierkamp mit Blick auf die gemeinnützige Organisation, deren geschäftsführender Gesellschafter er ist. Karic war ein Puzzleteil, das ihn zuversichtlich macht, in der neuen Saison wieder den Aufstieg in die Dritte Liga anpeilen zu können: „Unsere Zugänge brennen darauf, mit uns aufzusteigen. Wir haben jetzt einen aus der ersten, drei aus der zweiten und einen aus der dritten Liga verpflichtet, die alle keine Bankdrücker waren. Das spricht dafür, dass wir erfolgreich sein wollen“, sagt Schlierkamp mit Blick auf Markotic, Karic, Damian Janus, Simon Ciupinski und Nedim Hadzic.