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SG Ratingen hat mit TuSEM noch eine Rechnung offen

Handball : SG Ratingen hat mit TuSEM noch eine Rechnung offen

Die Essener Reserve vereitelte vor anderthalb Jahren den Drittliga-Aufstieg der Ratinger Handballer. Seitdem ist sie so etwas wie ein Angstgegner.

 Alexander Oelze sieht es eher locker. „Es ist nicht so, dass ich sofort daran denke, wenn ich TuSEM Essen höre“, sagt der Kapitän der SG Ratingen. Gemeint ist die 28:29-Niederlage des Handball-Regionalligisten bei der Zweitvertretung des TuSEM am letzten Spieltag der Saison 2018/19. Ein Punkt hätte den Ratingern zur Teilnahme an den Aufstiegsspielen genügt. „Drei von vier Mannschaften haben in der Relegation damals den Sprung in die Dritte Liga geschafft. Die Chancen hätten also sehr gut für uns gestanden“, weiß Oelze.

Doch daraus wurde nichts. Und auch in der vorigen Saison schafften es die Ratinger nicht, sich ihren Traum zu erfüllen. Ein Grund war erneut der TuSEM Essen II, der gleich zum Auftakt 31:28 gewann und beim 32:32 im Rückspiel einen weiteren Zähler gegen die SG holte. Am Sonntag soll die offene Rechnung aber endlich beglichen werden. Um 17 Uhr ist das Team von Trainer Ace Jonovski an der Essener Margarethenhöhe zu Gast.

 Kapitän Oelze möchte die Partie freilich nicht alleine auf den Gegner herunterbrechen. „Es bringt einfach nichts, nur zurück zu schauen“, sagt der 36-Jährige. „Vorige Saison war die bittere Niederlage schon noch präsent, speziell, weil wir gleich im ersten Spiel wieder nach Essen mussten. Aber inzwischen sollten wir das doch alle verarbeitet haben.“ Dass die Ratinger unbedingt gewinnen wollen, liegt nicht am Kontrahenten. „Wir möchten uns im Vergleich zur Vorwoche steigern. Denn mit dem ersten Spiel gegen den Neusser HV konnten wir nicht zufrieden sein.“

 Am Ende verhinderten die Ratinger den Fehlstart in die Saison nur hauchdünn. 25:24 hieß es in einer Partie, in der die Neusser während der gesamten ersten 55 Minuten führten, Ratingen aber doch noch gewann, weil Zugang Robert Markotic in der Schlussphase seine gesamte Klasse auf das Feld brachte. „Wir haben noch sehr großes Steigerungspotenzial. Daran haben wir in dieser Woche intensiv gearbeitet“, berichtet Oelze mit Blick auf das Angriffsspiel. Einige Abläufe, wie zum Beispiel das gegenseitige Verständnis bei den Laufwegen, haben im ersten Liga-Spiel noch nicht hundertprozentig funktioniert. „Wenn es um Punkte geht, ist das schon noch mal etwas anderes als in den Testspielen. Da merkt man schnell, wenn die Dinge nicht ganz flüssig laufen. Das haben wir versucht, im Training zu korrigieren.“

 Personell wird sich voraussichtlich nicht viel ändern. Filip Lazarov klagte nach dem Auftaktduell über Oberschenkelprobleme, doch die Hoffnung ist groß, dass er trotzdem spielen kann. Weiterhin nicht dabei ist Yannik Nitzschmann. Der Linksaußen war im Training auf den Rücken gefallen und ist bisher nicht wieder eingestiegen. „Er fehlt also definitiv“, weiß Oelze.