SG Ratingen hat die Dritte Liga weiter im Blick

Handball : Löwenrudel: Die Aufstiegsambition bleibt

Über die Sommerpause hatte die SG Ratingen Zeit, den Schmerz über den verpassten Sprung in die Dritte Liga zu verarbeiten. Nun will das Team gestärkt und neuen Mutes die anstehende Saison angehen.

Die Enttäuschung des Vorjahres sitzt noch tief beim Team der SG Ratingen, doch der Blick geht längst wieder nach vorne in Richtung der bevorstehenden Saison: Nur um ein Tor verpasste die Handball-Spielgemeinschaft in der vergangenen Saison den Sprung in die Aufstiegsrunde zur Dritten Liga. Gegen TuSEM Essen II unterlagen die Ratinger am letzten Spieltag der zurückliegenden Regionalliga-Saison mit 28:29. Ein Unentschieden hätte bereits für die Qualifikationsrunde gereicht.

Die Ironie des Schicksals will es nun, dass ausgerechnet die Essener Zweitvertretung am 14. September der erste Gegner in der neuen Spielzeit wird. Doch diesmal soll das Duell der Auftakt einer erfolgreichen Runde für die Ratinger werden, an deren Ende hoffentlich der Sprung in die Dritte Liga steht. „Wir haben wahnsinnige Qualität“, betont Geschäftsführer Bastian Schlierkamp.

Schon im Winter unterstrichen die Löwen ihre Ambitionen mit den Verpflichtungen von Alexander Oelze und Thomas Bahn vom Zweitligisten Rhein Vikings. Im Sommer kamen nun noch der Torhüter Nils Thorben Schmidt vom Drittligisten Longericher SC und der Rückraumspieler Sam Schäfer dazu. Der 22-jährige Schäfer wurde im Vorjahr durch eine Sprunggelenksverletzung zurückgeworfen, sodass er von TuSEM Essen zwischenzeitlich zum Verbandsligisten Kettwiger SV wechselte, um Spielpraxis zu sammeln. Nun sieht sich Schäfer bereit für eine neue Herausforderung. Über Nils Thorben Schmidt urteilt der Geschäftsführer Schlierkamp: „Er wird uns definitiv stärker machen.“ Der dritte Neuzugang ist der Linksaußen Maik Ditzhaus aus der zweiten Mannschaft.

Den ersten Teil der Saisonvorbereitung haben die Löwen bereits hinter sich gebracht, genießen aktuell noch einmal zwei freie Wochen, ehe es zum Start im August in die heiße Phase geht. Ein Glanzlicht vor dem Saisonstart ist wieder einmal der Sven-Maletzki-Cup, den die SG jährlich in Gedenken an ihr verstorbenes Gründungsmitglied ausrichtet. In diesem Jahr steigt das stets namhaft besetzte Turnier am 10. und 11. August.

Die vergangene Saison wurde aufgearbeitet, auch wenn der Stachel immer noch tief sitzt: „Wir sind unfassbar enttäuscht“, gesteht Schlierkamp. „Letztlich haben einfach viele Dinge in sportlicher Hinsicht nicht funktioniert.“ So seien etwa zu viele Spiele gegen Teams aus der unteren Tabellenhälfte verloren worden. „Vielleicht hatten wir auch ein zu kompliziertes Spielsystem“, mutmaßt der Geschäftsführer.

Unter dem Spielertrainer Ace Jonovski soll nun alles besser werden: Der 38-jährige mazedonische Nationalspieler wurde im Januar über Nacht zum Chef befördert, nachdem sich der Verein von Khalid Khan getrennt hatte. Nun soll also endlich der Sprung in die Dritte Liga gelingen — und die Vorzeichen stehen nicht schlecht: Der Tabellenerste der Regionalliga steigt am Ende dieser Saison nämlich direkt auf und muss so keine lästige Qualifikationsrunde überstehen.

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