SG Ratingen fährt in der Regionalliga zur HSG Siebengebirge

Lupe auf: Lukas Plaumann : Ein Tor, ein Block und wenig Fehler

Im Halbfinale des Verbandspokals hat Lukas Plaumann zumindest andeuten können, was er dem Handball-Regionalligisten SG Ratingen geben kann. Dem Rückraumspieler fehlen allerdings auch noch ein paar Prozent nach seiner dreimonatigen Pause wegen eines Meniskusrisses.

Es läuft die 38. Minute im Halbfinale des Handball-Verbandspokals zwischen der SG Ratingen und der SG Langenfeld, als Lukas Plaumann (Foto: Blazy/Archiv) sein Comeback gibt. Eigentlich hat es der Rückraumspieler schon am vergangenen Wochenende beim 42:31-Heimsieg gegen Remscheid in der Regionalliga gefeiert, da war es aber nur ein Kurzeinsatz. Nun wird er in den letzten 22 Spielminuten benötigt, um die Niederlage abzuwenden. Das gelingt dem 28-Jährigen zwar nicht, die Ratinger scheiden mit 28:29 aus dem Wettbewerb aus, aber Plaumann deutet an, was er dem Team geben kann: Sicherheit, Ruhe am Ball, Bewegung im Rückraum. Wo zuvor Sam Schäfer mit nur einem Tor – allerdings knickte er auch mit dem Fuß um – und Marco Bauer, der ganz ohne Treffer blieb, eher unglücklich auf Halbrechts agiert hatten, kommt nun Plaumann. Die Fehlerquote im Angriff der Ratinger nimmt danach deutlich ab.

Ein Tor erzielt Plaumann, der beim OSC Löwen Duisburg den Spitznamen „Paul“ bekam, weil sein erstes Trikot mit „Paulmann“ bedruckt war, auffällig ist aber eine andere Szene: Als Langenfeld nach einem Ratinger Ballverlust mit drei Spielern auf das Tor zuläuft, das Keeper Nils Thorben Schmidt zugunsten eines zusätzlichen Feldspielers in Unterzahl verlassen hatte, ist Plaumann zur Stelle und blockt André Boelkens Wurf aufs leere Tor. Damit weckt er Emotionen, muss aber später sagen: „Zum Ergebnis konnte ich leider nicht viel beitragen. Mir fehlt der Druck nach vorne, den ich von mir erwarte. Auch das Timing im Eins-gegen-Eins ist noch nicht so da, und bei der Explosivität fehlen bestimmt 20, 30 Prozent.“ Immerhin fiel Plaumann seit Saisonbeginn mit einem Meniskusriss aus, den er mit Reha- und Krafttraining in den Griff zu bekommen versucht. „Ich hoffe, dass es hält, sonst muss es eben operiert werden“, sagt Plaumann, der mit der SGR am Samstag (18.30 Uhr) bei Kellerkind HSG Siebengebirge den dritten Liga-Sieg in Folge anstrebt.