Lokalsport: SG-Handballer sehen noch Titelchancen

Lokalsport: SG-Handballer sehen noch Titelchancen

Der Regionalligist Ratingen liegt nach einer bislang starken Rückrunde mit 19:1 Punkten aus zehn Spielen ohne Niederlage in Kontakt zur Spitze. Das Team von Trainer Khalid Khan will in Homberg wieder an seine Grenze gehen.

Rückraumspieler Marcel Müller beschreibt die Mannschaft der SG Ratingen mit drei Worten: "Kampfeswille, Energie, Einsatz." Es sind drei Attribute von vielen, die den Regionalliga-Handballern besonders auffallen. Nach dem hart erkämpften 29:26 (12:17)-Sieg beim TV Aldekerk wollen die Ratinger morgen (19 Uhr) beim Siebten VfB Homberg ihre äußerst respektable Serie ausbauen. "Wir wollen den Sieg und die Punkte mit nach Hause nehmen", sagt Müller. Gleichzeitig warnt er vor dem Kontrahenten: "Homberg ist ein schwerer Gegner. Sie spielen alles andere als zimperlich." SG-Trainer Khalid Khan fügt hinzu: "Sie sind ein starkes Team. Wir haben im Hinspiel eine deutliche Niederlage eingesteckt. So eine Halbzeit wie die in Aldekerk würde Homberg noch deutlicher bestrafen. Es geht darum, besser ins Spiel zu kommen."

Das Löwenrudel spielt eine starke Rückrunde (19:1 Punkte) und schnuppert mit 35:13 Zählern sogar am Aufstieg. Nur der Zweite Bonn (37:11) und Tabellenführer Langenfeld (38:8) liegen vor Ratingen. Es stehen deshalb noch äußerst interessante Wochen in der Spitzengruppe an. Die SG kann dabei auf den Großteil ihres Kaders zurückgreifen.

Bei wem er und die Mannschaft sich nach den vergangenen schweren Wochen zu bedanken haben, steht für Müller fest. "Unsere jungen Spieler übernehmen mittlerweile viel Verantwortung. In der Hinrunde haben sie sich teilweise schwergetan, nehmen jetzt aber alles auf und setzen die Maßgaben super um. Es macht Spaß", schwärmt Müller, "Yannik Nitzschmann ist so ein Beispiel. Er hat Selbstvertrauen und ist sehr sicher bei Siebenmetern und in seinem Spiel. Das hilft uns enorm."

  • Lokalsport : Trainer Khalid Khan nimmt Handballer in die Pflicht

SG-Trainer Khalid Khan hat die Woche genutzt, um seine Spieler auf die zweite hohe Auswärtshürde in Folge einzustellen. "Wir haben uns Videos angeschaut und uns auf Homberg fokussiert. Und natürlich haben wir auch viel Handball gespielt", erklärt Müller, "es ist eine lange Saison, das merkt man. Besonders Spieler in meinem Alter. Wir haben aber noch genügend Energie im Tank."

Die Aufgabe im Duisburger Stadtteil Homberg ist für das Löwenrudel der Auftakt in den harten Saisonendspurt. Nach der Partie am Samstag hat die SG noch drei Spiele gegen direkte Konkurrenten vor der Brust. In zwei Heimspielen hintereinander empfangen die Ratinger erst den TuS 82 Opladen (Fünfter) und in der darauffolgenden Woche den Tabellenführer SG Langenfeld. Zum Abschluss der Spielzeit reist die SG dann Mitte Mai zur HSG Siebengebirge (Vierter). "Gegen diese Mannschaften haben wir in der Hinrunde allesamt verloren", sagt Khan, "das war bislang die schwierigste Situation für uns in dieser Saison. Da sind wir sehr gut rausgekommen. Wir dürfen jetzt aber nicht zufrieden sein und müssen Bock haben, dranbleiben und weiter gut spielen. Dann können wir auch noch oben eingreifen."

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version dieses Textes hatte es geheißen, die SG-Handballer hätten mit 19:31 Punkten noch Kontakt zur Spitze. Richtig muss es heißen: 19:1 Punkten. Wir haben das korrigiert und bitten, den Fehler zu entschuldigen.

(law)
Mehr von RP ONLINE