Handball : Schumacher in Glanzform

Die SG Ratingen hat auch in Wülfrath die Spitze durch einen 37:31-Sieg verteidigt.

Auch in der mit knapp 200 Zuschauern gut besetzten Wülfrather Sporthalle ging die bange Frage um - wer soll diese SG Ratingen stoppen? Der TB Wülfrath jedenfalls konnte es nicht. Stets lag der unbesiegte Verbandsliga-Tabellenführer in Führung und wenn Wülfrath mit einem Kraftaufwand einmal etwas heran kam, so 23:23 nach 40 Minuten, dann zogen die Ratinger umgehend das Tempo an. Nie war dessen 37:31-Sieg in Frage gestellt. Wobei man den Gastgebern eine mutige und couragierte Leistung bescheinigen muss.

Die bis in die Endphase alles gaben, um als erster diesen Top-Favorit besiegen zu können. Pech für sie war es, dass Thomas Grugel nach 34 Minuten, bei 20:18 für die SG, raus musste. Er hatte den angreifenden Ben Schütte nicht gerade sanft attackiert, Rot war die Folge. Damit fehlte den Gastgebern der Steuermann für den rechten Rückraum und der große Abwehrspezialist. Dessen zwei Meter müssen schließlich erst einmal überwunden werden.

Bei der SG ragte einer heraus. Das war der 22 Jahre alte SG-Keeper Magnus Schumacher. Er wollte es an alter Wirkungsstätte zeigen, dass er sich in der benachbarten Dumeklemmerstadt weiter verbessern konnte. 14 Bälle wehrte er allein im zweiten Durchgang ab, er sprühte dabei voller Tatendrang.

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Sein Trainer Pascal Mahe' war dennoch nicht zufrieden mit seinen Schützlingen: "Wir hatten einige gute Phasen. Aber auch einige, die keineswegs gut waren. Hier in Wülfrath fiel das nicht auf, gegen stärkere Gegner geht das schief. Zudem mussten wir wesentlich höher gewinnen."

Sein Co-Trainer Sven Maletzki: "Wir haben nicht gut gespielt. Die Mannschaft weiß das. Die Spieler sind selbstkritisch, sie geben das zu." Die Messlatte liegt ungemein hoch beim Tabellenführer.

Ben Schütte, Bastian Schlierkamp gegen seinen alten Verein, dann rechts Tobias Dickel, auch Marcel Müller im Rückraum, der aber nicht sonderlich viele Einsatzzeiten bekam, alle sind glänzend geschulte Handballer. Diesmal mussten es die Wülfrather ertragen. Die bis zur 50. Minute bei 29:27 für die SG auf Tuchfühlung lagen. Aber nie kam das Gefühl auf, dass auch nur ein Punkt an der Fortunastraße bleibt.

(w-m)