RTC schenkt Spitzenspiel gegen Raadt ab

Tennis: RTC schenkt Spitzenspiel gegen Raadt ab

Der Tennis-Bundesligist Herren 30 konzentriert sich ganz auf das Entscheidungsspiel eine Woche später.

Auf Papier ist es das Spitzenspiel: Der Ratinger TC trifft auf den TC Raad, der Zweite der Tennis-Bundesliga der Herren 30 auf den Ersten. Doch der Ausgang des Spiels ist schon im Vorfeld klar. Denn die Gastgeber aus Ratingen werden keine großen Anstrengungen unternehmen, das Spiel zu gewinnen. „Wir laufen mit sechs Deutschen auf“, sagt Manager Daniel Meier, der damit auf seine ausländischen Spitzenspieler verzichtet.

Klingt alles eher merkwürdig, ist jedoch nur pragmatisch: Das Ergebnis der Partie gegen Raadt hat nämlich keinerlei Einfluss darauf, ob die Ratinger die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft erreichen oder nicht. Das wird nämlich eine Woche später im nächsten Spitzenspiel beim Tabellendritten Espelkamp entschieden: Wer dieses Duell gewinnt, kämpft um den Titel. Wer verliert, ist draußen.

„Da müssen wir auch an die Kosten denken“, betont Meier. „Wenn wir ohne Ausländer spielen, müssen wir keine großen Gagen, Flüge und Hotels bezahlen.“ Das Geld kann er eine Woche später für das Spiel gegen Espelkamp aufwenden. „Da werden wir sicher in Bestbesetzung spielen, um den Einzug in die Meisterrunde zu sichern“, sagt Meier.

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Und so wird gegen Raadt Robert Messling, eigentlich an Position sieben, an erster Stelle auflaufen, gefolgt von Carsten Gröger, Christian Rohling, Alexander Bartusch, Manuel Heise und Rafael Skiba. Meier selbst ist nicht dabei, der Manager weilt noch im Urlaub. Er wird dafür nächste Woche mit nach Espelkamp reisen. „Dann geht es für uns darum, ob wir in die Endrunde kommen oder nicht. Und wenn wir uns qualifizieren, ist ohnehin alles möglich.“

Dabei ist Meier egal, ob die Ratinger als Erster oder Zweiter in die Endrunde gehen würden. Denn im Halbfinale wartet einer der Südklubs. „Die sind aber in dieser Saison nicht so stark, von daher würde es wohl sowieso auf ein Finale gegen Raadt hinauslaufen“, betont der Banker. „Das ist das stärkste Team der Saison.“

Erfahrungen damit, den Spitzenreiter zu schlagen, hatte Meier in der vergangenen Saison gemacht. Da gelang in der Vorrunde ein Sieg gegen Espelkamp – um dann im Finale zu unterliegen. „Diesmal wollen wir das andersherum machen“, betont Meier.