Fussball : RSV baut seinen Kader um

Der Fußball-Oberligist holt elf neue Spieler. Langjährige Stammkräfte wie Ole Päffgen und Fatih Özbayrak gehen.

Die Zuschauer am Stadionring werden sich in der kommenden Saison auf einige neue Gesichter einstellen dürfen – insgesamt elf neue Spieler werden künftig für den Fußball-Oberligisten auflaufen. Dafür werden die Fans der Ratinger jedoch einige langjährige Stammspieler künftig vermissen.

Ole Päffgen, Fatih Özbayrak und Orhan Dombayci werden nämlich kein Teil der 04/19-Mannschaft sein. Päffgen schließt sich Regionalliga-Absteiger Straelen an, Dombayci geht nach Schonnebeck und Özbayrak will sich im Probetraining in der Regionalliga versuchen. Auch Co-Trainer Mark Zeh geht, er wird sich jetzt auf das Traineramt stürzen. Dazu verlassen aus der zweiten Reihe Tolga Erginer, Yannik Wollert und Ismael Cakici den Klub – das Trio hat ebenfalls lange am Stadionring gespielt.

Ersetzt werden die Abgänge vor allem durch junge Talente. In Felix Clever und Gianluca Silberbach sind nur zwei der „Neuen“ 25 oder älter. Von ihnen erwartet Trainer Alfonso del Cueto in der kommenden Saison einiges. Clever war in der abgelaufenen Saison Stammspieler bei Oberliga-Meister VfB Hombergm Silberbach überzeugte Trainer del Cueto im Probetraining sofort.

Stichwort Probetraining: „Wir haben alle Spieler, die wir verpflichtet haben, vorher im Probetraining gehabt“, betont Präsident Jens Stieghorst. „Wir wissen, was uns erwartet. Ich glaube, dass wir eine gute Mischung verpflichtet haben.“

Ein Talent konnte sein Können bereits in der Schlussphase der Saison unter Beweis stellen: Junyang Lee aus Südkorea verzückte Freund und Feind in den letzten beiden Spielen. Doch auch von Spielern wie Petar Popovic (Union Nettetal), Pascal Gurk (RW Oberhausen U19), Tim Potzler (Fortuna U19) und Sebastian Görres erwarten del Cueto und der Sportliche Leiter Georg Mewes viel. Letzterer achtete bei den jungen Spielern vor allem auf die Ausbildung. „Sie kommen fast alle aus der Jugend-Bundesliga“, sagt Stieghorst. Dabei sollte ein Schwachpunkt, der in der vergangenen Spielzeit ausgemacht wurde, behoben werden. „Wir hatten viel zu wenig Geschwindigkeit über die Flügel“, findet Stieghorst. „Ich denke, mit Spielern wie Gurk, Potzler und Popovic haben wir das behoben.“ Zwei Spieler stoßen aus dem eigenen Nachwuchs zum Team: Leon Wolf und Darko Tomic kommen aus der eigenen U19.

Stieghorst ist vor allem mit der Mischung zufrieden. „Wir haben drei erfahrene Spieler in Erkan Ari, Moses Lamidi und Emrah Cinar. Danach kommen Akteure wie Phil Spillmann, Dennis Raschka oder Clever – und der Rest sind richtig gute Talente, von denen einige sicherlich einen Sprung machen werden.“

Die Personalplanungen des RSV sind indes noch nicht abgeschlossen. Einen Mittelfeldspieler sowie einen Angreifer sucht der Klub noch. Und drei Spieler, die noch einen Vertrag für die kommende Saison haben, dürfen gegen Ablöse gehen: Del Cueto plant nicht mehr mit Sergen Sezen, Moreno Mandel und Denis Ivosevic.