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Lokalsport: Rote Karte kostet den Sieg

Lokalsport : Rote Karte kostet den Sieg

Fußball-Bezirksligist SSVg Heiligenhaus verliert auf dem alten Ascheplatz des FSV Kettwig mit 1:3 (1:1). Der Feldverweis für Routinier Henning Kawohl besiegelte die Niederlage der Gäste.

Die Reise zur FSV Kettwig war für die Kicker von Bezirksligist SSVg Heiligenhaus eine Tour in längst vergangene Fußballtage. Die Anlage des Essener Traditionsvereins im Ruhrtal hat sich seit Jahrzehnten nicht verändert, gespielt wird auf einem alten, tiefen Ascheplatz. Dementsprechend hatte Trainer Senad Hecimovic seine Mannen eingestellt. Kampf würde Trumpf sein, doch das Spielen sollten die Mannen um Hiddy Aydogan trotzdem nicht vergessen. Taten sie auch nicht – zumindest in den ersten 20 Minuten. "Da haben wir ein gutes Spiel gezeigt. Die Mannschaft hat sich gut an meine Vorgaben gehalten", freute sich der Coach, der in der achten Minute bereits jubeln konnte. Da zeigte Aydogan einmal mehr sein Können und zimmerte einen Freistoß von der Strafraumkante unhaltbar ins Tor der Gastgeber.

Auch danach blieben die Gäste die bestimmende Mannschaft, zeigten sich taktisch gut aufgestellt und erarbeiteten sich weitere Chancen. Doch es trafen die Hausherren, wenn auch mit Hilfe der Heiligenhauser Abwehr. Dennis Kepper hatte sich nicht mehr anders zu helfen gewusst, als seinen Gegner im Strafraum mit einem Foul zu stoppen – 1:1. "Der Strafstoß war berechtigt, aber es war der erste Kettwiger Schuss auf unser Tor", ärgerte sich der SSVg-Trainer mächtig. Noch entsetzter wurde seine Miene, als er zu Beginn des zweiten Abschnitts mit ansehen musste, wie seine Stürmer beste chancen vergaben.

Die Führung wäre locker möglich gewesen, bis Henning Kawohl in der 62. Minute mit seinem Gegner aneinander geriet. "Henning wollte den Spieler nach einem Wortgefecht wegschieben und hat ihn dabei unglücklich am Kinn getroffen. Der Schiedsrichter hat das als Tätlichkeit gewertet", beschrieb Hecimovic die entscheidende Szene des Spiels. Danach bekamen die Kettwiger Oberwasser und trafen nur kurze Zeit später mit einem abgefälschten Schuss zum 2:1. Danach machten die Gäste auf, vergaben noch zwei klare Chancen zum Ausgleich, ehe in der Nachspielzeit das endgültige Aus folgte. "Wir haben nicht intelligent genug gespielt und uns an den Gegner angepasst. Die haben drei oder vier Schüsse aufs Tor und treffen. Das war unglücklich, auch wenn die Kettwiger stark gekämpft haben um diesen Sieg. Wir haben gut im Kollektiv gearbeitet."

(wol)