Ratinger Neujahrslauf erzielt neuen Anmelderekord

Leichtathletik: Die schnellsten Läufer bekommen Pokale

Der ASC Ratingen-West freut sich über einen neuen Rekord beim Neujahrslauf: Knapp 1600 Starter melden sich online für einen der fünf Läufe an, die morgen durch Ratingen führen – 100 mehr als noch beim Jubiläumslauf in 2018. Für Kurzentschlossene sind am Sonntag bis zu einer Stunde vor dem Start noch Nachmeldungen möglich.

Seit 40 Jahren gibt es den Ratinger Neujahrslauf schon und noch immer erfreut er sich großer Beliebtheit: „Eine besonders schöne Entwicklung der vergangenen Jahre“, sagt Organisator Jürgen Robbel, „ist die zunehmende Anzahl beim Schüler-und Bambini-Lauf. Mittlerweile machen sie fast die Hälfte der Teilnehmer aus.“ Das war nicht immer so, denn noch bis in die 90er Jahre hinein traten häufig Spitzensportler und Olympiateilnehmer beim Lauf durch das historische Zentrum der Stadt an. „Klassische Favoriten gibt es heute gar nicht mehr“, betont Robbel. Stattdessen habe sich die Veranstaltung, die Ende der 70er Jahre als Spaßlauf um Silvester begann, zu einem Event für die ganze Familie entwickelt. „Uns ist es wichtig, den Breitensport zu fördern, einen großen Straßen- und Volkslauf für jedermann anzubieten, wo es vor allem darum geht, durch die schöne Stadt Ratingen zu laufen, Freunde zu begrüßen und Spaß an der Bewegung zu haben.“

Nichtsdestotrotz werden am diesjährigen Dreikönigstag auch Auswärtige an einem der beiden Hauptläufe antreten, die über die Distanz von fünf und zehn Kilometern gehen und um 12 sowie 13 Uhr beginnen. Die drei schnellsten Läufer erhalten Preise und Pokale, gesponsert von der Sparkasse Hilden-Ratingen-Velbert. Besondere Auszeichnungen aber bekommen Kitas und Schulen, die mit der höchsten Teilnehmerzahl im Ziel einlaufen. Der Pokal „Laufstarke Kita“, wird von den Stadtwerke Ratingen ausgelobt, der Wanderpokal des Düsseldorfer Airports geht an die teilnehmerstärkste Schule.

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Trotz einer langen Tradition und einer gewissen Routine bei der Organisation und Ausrichtung des alljährlichen Volkslaufs, steht der ASC Ratingen West in diesem Jahr vor einer besonderen Aufgabe, wie Robbel berichtet: „Die größte Herausforderung ist es diesmal, die Strecke abzusichern. Denn dafür sind wir diesmal alleine zuständig.“ Normalerweise wurde der Verein in den vergangenen 40 Jahren immer von der Polizei unterstützt. „Ende Oktober hat man uns überraschenderweise mitgeteilt, dass die Polizei in diesem Jahr nicht dabei sein wird.“ Stattdessen bekommt der Verein Unterstützung von der Stadtverwaltung, die zehn Mitarbeiter des Baubetriebshofes zur Verfügung stellt, ebenso von Verkehrskadetten. „Aus unserem Verein sind insgesamt 70 Mitglieder im Einsatz, 40 allein auf der Strecke“, teilt der Organisator mit.

Grundsätzlich aber werde es immer schwieriger, solch große Veranstaltungen mit ehrenamtlichen Kräften zu stemmen, gibt Robbel zu: „Dieses Jahr kommen wir, auch dank der Unterstützung durch die Stadtverwaltung, klar. Wir werden aber für den Lauf 2020 sicherlich noch mal Anstrengungen unternehmen müssen, dass wir das weiter stemmen können.“ Die Erfahrungen aus diesem Jahr stimmen Robbel jedoch optimistisch: „Die Leute haben sich gehäuft gemeldet, um mitzuhelfen. Aber die Tendenz bleibt schwierig, weil weniger Leute von der Couch zu locken sind, um sich an einem Sonntag in eine kalte, verschneite Stadt zu stellen, um einen Lauf zu sichern. Das ist und bleibt ein Problem.“

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