Eishockey, Regionalliga Aliens erzwingen zweites Heimspiel

Ratingen · Das 5:3 ist der erste Sieg der Ratinger Ice Aliens gegen die Füchse Duisburg in dieser Spielzeit der Eishockey-Regionalliga, die Play-Off-Serie ist damit ausgeglichen. Und für den guten Zweck wurde auch noch etwas getan.

Der Jubel der Ratinger Ice Aliens war nach dem Sieg groß.

Der Jubel der Ratinger Ice Aliens war nach dem Sieg groß.

Foto: Achim Blazy (abz)

Als klarer Außenseiter in den Kostenpflichtiger Inhalt Play-Offs der Eishockey-Regionalliga hatten die in der Hauptrunde viertplatzierten Ratinger Ice Aliens gegen den Spitzenreiter Füchse Duisburg vor allem ein Ziel ausgegeben: „Wir wollen ein zweites Heimspiel erzwingen“, hatte Präsident Rainer Merkelbach im Interview mit unserer Redaktion vor der Serie gesagt, die im best-of-five-Modus ausgespielt wird. Darin sind also drei Siege zum Weiterkommen nötig, und da Duisburg in allen vier Hauptrunden-Spielen die Ice Aliens klar bezwungen hatte, war klar: Sollten sie diese Serie fortführen, wären die Play-Offs für die Ratinger am Sonntag bei den Füchsen beendet.

Doch genau das hat das Team von Trainer Andrej Fuchs nun verhindert: Nachdem die Ice Aliens am Freitagabend nach großem Kampf noch knapp 5:6 in Duisburg verloren hatten, glichen sie nun am heimischen Sandbach die Serie wieder aus mit einem 5:3-Sieg, der gleichzeitig der erste Erfolg in dieser Spielzeit gegen die Füchse überhaupt war.

Der Sonntagabend bot so Werbung für den Eishockeysport. Die Ratinger gingen in der 15. Minute mit einem Doppelschlag in Führung: Benni Hanke auf Zuspiel von Patrik Gogulla und Tim Brazda sowie Dustin Schumacher (Luc Mansfeld/Dennis Fischbuch) schockten die Gäste, jeweils in Überzahl. Die Ice Aliens kämpften um jeden Puck, warfen sich in die Schüsse des Gegners, und Torwart Christoph Oster hatte einen Sahnetag erwischt.

Im zweiten Abschnitt erhöhten die Ratinger zunächst durch Alexander Brinkmann (Hanke/Gogulla) in der 26. Minute auf 3:0. Der EV Duisburg zog nun das Tempo an und kam in der 28. Minute zum Anschlusstreffer durch Schmitz. Doch die Füchse konnten sich nicht lange darüber freuen. Nur 27 Sekunden dauerte es, dann stellte Felix Wolter (Fischbuch, Max Bleyer) den alten Abstand wieder her. Die Partie war nun ausgeglichen, mit leichten Vorteilen für die Gastgeber. Doch als Gogulla in der 38. Minute eine fünfminütige Strafe erhielt, nutzten die Füchse dies und schossen durch B. Macrones und Behlau die Treffer zwei und drei.

So war die Führung der Ratinger mit 4:3 nur noch knapp, doch die restlichen 90 Sekunden der Strafen überstanden die Ice Aliens im Schlussdrittel schadlos. Nun wogte das Spiel hin und her. Beide Teams hatten gut Chancen und ließen sich kaum einen Kräfteverschleiß anmerken. Nicht nur in diesem Abschnitt zeigten die Ice Aliens ihre beste Saisonleistung und stellten in der 54. Minute durch Dustin Schumacher (Fischbuch/Bleyer) den Endstand her. Eineinhalb Minuten vor der Schlusssirene nahm Duisburgs Trainer Jacobs den Torwart zugunsten eines Feldspielers vom Eis, doch die Ice Aliens verteidigten mit Geschick und etwas Glück den Vorsprung bis zum Ende. Der Jubel war entsprechend.

Und für den guten Zweck sammelten die Ice Aliens zusätzlich: Der Erlös aus dem Puckwerfen betrug 333 Euro, der an die Aktion „Deutschland hilft“ zur Unterstützung der Flüchtlinge aus der Ukraine geht.

Am nächsten Freitag kommt es zu Spiel drei in Duisburg, und es wird sicherlich wieder eine spannende Begegnung. Am Sonntag sind die Füchse dann wieder am Sandbach zu Gast. Hier gilt für den Einlass dann die 2G-plus-Regel mit Maskenpflicht. Damit besteht gemäß aktueller Corona-Schutzverordnung die Möglichkeit, mehr Zuschauer in die Halle einlassen zu dürfen. Dieses Spiel haben sich die Aliens mit ihrem couragierten Auftritt verdient.

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