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Tennis: Ratingen rüstet zum ganz großen Finale

Tennis : Ratingen rüstet zum ganz großen Finale

Heute ist die Damenmannschaft des RTC Grün-Weiß in Berlin zu Gast. Mit einem Sieg sollen optimale Voraussetzungen für das Endspiel um die Deutsche Meisterschaft am Sonntag gegen Bocholt geschaffen werden.

Daniel Meier saß gestern Nachmittag im Zug und starrte auf sein Handy. Zwei gute Nachrichten trudelten ein. Sesil Karatantcheva hatte beim Turnier in Marseille verloren, Tatjana Malek aufgegeben. Letztere ist glücklicherweise nicht verletzt, sondern einfach nur heiß auf den Titel. Die Stuttgarterin will heute in Berlin für M2Beauté Ratingen, die Damen des RTC Grün-Weiß, aufschlagen und zum Sieg beitragen.

 Sollten Andrea Petkovic (links) und Julia Görges am Sonntag in Ratingen spielen, würden die Chancen natürlich steigen.
Sollten Andrea Petkovic (links) und Julia Görges am Sonntag in Ratingen spielen, würden die Chancen natürlich steigen. Foto: Achim Blazy

Die Ratingerinnen treten in der Hauptstadt mit einer starken Mannschaft an. "Auf der Zielgeraden will ich das Ding doch nicht in den Sand setzen", sagt RTC-Sportwart Daniel Meier. Die Schweizerin Stefanie Vögele an der Spitzenposition ist eine Bank. Und durch den Einsatz der Bulgarin Sesil Karatantcheva und der Stuttgarterin Tatjana Malek an den Positionen drei und vier hinter der Luxemburgerin Mandy Minella sollten die Gäste auch in der Mitte mithalten können. An den unteren Positionen sollten Greta Arn und Kristina Barrois sichere Punkte einfahren. Laura Siegemund und Nicola Geuer komplettieren das Team.

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Die Mannschaft könnte so auch am Sonntag im Endspiel gegen den TC ExtraWatt Bocholt antreten – sie kann aber auch noch etwas verstärkt werden. Zum Beispiel durch die Ukrainerin Elina Svitolina, aber auch durch Julia Görges und Andrea Petkovic.

Der Stand der Dinge gestern Abend: Julia Görges, die vor zwei Jahren bereits schon in Ratingen spielte, wartet noch auf die Diagnose ihrer Handgelenksverletzung. Sie will am Dienstag in Nürnberg ins Turnier einsteigen. Sollte der Arzt grünes Licht geben, besteht die Hoffnung, dass sie zuvor in Ratingen im Endspiel gegen den schier übermächtig erscheinenden Titelverteidiger Bocholt antritt. Damit würden die Chancen der Ratingerinnen natürlich steigen.

Andrea Petkovic, die Anfang Mai auf der Anlage am Götschenbeck gegen Essen aufschlug, kann sich entscheiden. Entweder spielt sie bei einem Show-Turnier in Halle oder in Ratingen. Geld oder Titel? Natürlich kann sie in Ostwestfalen eine deutlich höhere Gage erwarten als in Ratingen, aber sie fühlt sich beim RTC wohl. Unvergessen, wie sie im Vorjahr trotz ihrer Verletzung nach Bocholt kam, um die Grün-Weißen zu unterstützen. 4:5 unterlagen sie damals überraschend knapp dem hohen Favoriten Bocholt.

"Wir müssen erst einmal in Berlin unsere Hausaufgaben machen", sagt Daniel Meier, nachdem der Zug in Berlin angekommen ist. Derweil hat er per Handy für Karatantcheva und Tatjana Malek die Flüge von Marseille nach Berlin organisiert.

(RP)