Ratingen 04/19 und SSVg Velbert trennen sich 0:0 in der Oberliga

Fußball : Raschka rettet 04/19 das Remis

Der Torwart pariert im Oberliga-Heimspiel gegen die SSVg. Velbert stark. So gibt es am Ende ein 0:0 – es ist das dritte Spiel in Folge, in dem die Ratinger keinen Treffer erzielen, sie vermeiden aber die dritte Niederlage in Serie. Beide Trainer sind sich einig, dass das Niveau der Partie ausbaufähig war.

Kuz vor Abpfiff des Oberliga-Spiels zwischen Ratingen 04/19 und der SSVg. Velbert verwirrt Heimtrainer Alfonso del Cueto einige der rund 200 Zuschauer: Obwohl er schon dreimal gewechselt hat, holt er Emre Demircan an die Seitenlinie und bereitet eine vierte Auswechslung vor, die er dann auch durchführt – Tim Potzler geht vom Feld. Das ist kein Fehler, sondern seit dem 1. Juli dieses Jahres sind vier Wechsel im Spiel erlaubt. Doch wie auch die drei vorangegangenen bringen sie den Hausherren keinen Treffer mehr, die Partie endet torlos.

Einer der Hauptverantwortlichen dafür steht im Ratinger Tor. Dennis Raschka hat einige sehr gute Paraden gezeigt und sich die Gegentorlosigkeit verdient. Nach knapp zwölf Minuten war der Schlussmann erstmals ernsthaft gefordert, als er vor dem durchgebrochenen Richard Tochukwu Nnaji an den Ball kam, auch nach 26 Minuten war er aus rund zwölf Metern mit einem harten Schuss nicht zu überwinden, ebensowenig nach 65 Minuten. So gibt es zwar im dritten Heimspiel in dieser Saison zwar erstmals keinen Sieg, aber einen Punkt.

Und mit dem ist Raschka „echt zufrieden“, denn: „Wir haben in den ersten fünf Spielen schon einige Gegentore bekommen. Ich bin froh, dass ich mit dafür sorgen konnte, dass wir einen Punkt gegen eine sehr gute Mannschaft holen konnten, die am Saisonende einen guten bis sehr guten Tabellenplatz belegen wird. Damit haben nicht viele gerechnet nach unserem Pokal-Aus unter der Woche und der Niederlage davor. Ich denke, unsere Kurve zeigt nach oben.“

Allerdings nicht, was den eigenen Abschluss angeht, es war das dritte Spiel der Ratinger in Folge ohne eigenen Treffer. Darauf hatte del Cueto in den letzten Trainingseinheiten den Fokus gerichtet, Raschka berichtete, dass er da auch einige Treffer hinnehmen musste. „Im Training haben die Jungs aber auch mehr Chancen“, ergänzte er lächelnd. Und der Schlussmann beruhigte: „Eine Saison ist kein 100-Meter-Sprint, sondern ein Marathon. Da gibt es Phasen, in denen man nicht trifft. Aber vielleicht kommen wir jetzt gerade in eine Phase, in der ich mich nicht so oft umdrehen und den Ball aus dem Tor holen muss.“

Das musste am Sonntag unter den Augen von Torsten Lieberknecht, Cheftrainer des Drittligisten MSV Duisburg, keiner der beiden Schlussleute. Gäste-Trainer Alexander Voigt fand: „Das war ein Ergebnis, das zum Spiel passt: Es war kein gutes Oberliga-Spiel, gerade von meiner Mannschaft in der Offensive nicht. Da waren wir zu verkrampft.“ Der Coach der Velberter, die zu den Aufstiegsfavoriten gehören, als Tabellenzehnter aber aktuell weit hinterherlaufen, ergänzte: „Der eine Punkt hilft uns in der Tabelle nicht weiter, aber er ist das einzig Positive an einem Spiel in Ratingen, das zu den guten Adressen der Oberliga gehört.“

Del Cueto analysierte: „Alex hat vieles richtig gesagt, es war kein gutes Oberliga-Spiel. Aber wir hatten auch gute Chancen, und von der zweiten Halbzeit hatte Velbert meines Wissens nicht mehr so viel. Allerdings ist bei uns der letzte Ball wieder nicht gekommen, weswegen es nun drei Spiele ohne Tor sind. Aber die Einstellung hat mir gefallen. Wir nehmen einen Punkt gegen eine Mannschaft, die zu den Favoriten zählt, sehr gerne mit. Es war auch mehr drin, aber vorne fehlte uns das Glück.“ So vergab Yunhwan Lee nach nicht einmal sechs Minuten einen Kopfball aus kurzer Distanz, der starke Tobias Peitz scheiterte mit einem Hammer aus der zweiten Reihe an SSVg-Torwart Marius Ebener, und Diamant Berisha schoss aus 16 Metern drüber. Vorsitzender Jens Stieghorst fand: „Da fehlt uns Moses Lamidi.“ Der Torjäger hat seine Sperre aber nun abgesessen und ist Sonntag wieder dabei.

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