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Ratingen 04/19 tritt im Niederrheinpokal bei der Holzheimer SG an

Fußball vor dem Lockdown : Im Pokal dürfen Raschka und Demircan für 04/19 spielen

In der Fußball-Oberliga gab es für die Ratinger Emre Demircan und Dennis Raschka zuletzt Rote Karten, im Niederrheinpokal am Samstag in Holzheim dürfen sie aber eingreifen.

In der ersten Runde des Niederrheinpokals tritt Fußball-Oberligist Ratingen 04/19 beim Landesligisten Holzheimer SG an (Samstag, 15.30 Uhr) – es ist die letzte Partie vor der Unterbrechung des Amateursports aufgrund der neuen Bestimmungen in der Coronavirus-Pandemie. „Da die Maßnahmen ja erst Montag greifen, können wir die Zeit bis dahin ja noch genießen und spielen“, sagt 04/19-Trainer Martin Hasenpflug trocken.

Mit einer B-Elf wird er nicht beim Landesligisten antreten. „Der Pokal hat bei uns immer einen hohen Stellenwert. Wir wissen zwar nicht, wie es weitergeht, aber wenn der Pokal im neuen Jahr weitergespielt werden kann und wir dann zum Beispiel Rot-Weiss Essen als Gegner bekämen und dann auch noch Zuschauer dabei sein dürften, wäre das ja auch ein finanzieller Aspekt in einer schwierigen Zeit für alle“, sagt Hasenpflug. Holzheim kennen die Ratinger, es war ihr erster Gegner in den Vorbereitungsspielen auf die laufende Saison, es gab einen 4:0-Heimsieg.

Für den Pokal sind Emre Demircan und Dennis Raschka trotz ihrer Roten Karten, die sie am vergangenen Sonntag beim 3:2-Oberligasieg beim 1. FC Monheim kassierten, spielberechtigt. Mittelfeldspieler Demircan bekam eine Sperre für zwei Ligaspiele wegen Meckerns, wie lange Raschka fehlen wird, ist noch offen: Der Torwart soll laut Schiedsrichter-Gespann nach der Partie den Unparteiischen gedroht haben: „Ich sehe euch nachher noch draußen.“ Das bestreitet der 28-Jährige vehement.

Fakt ist, dass Raschka nach seinem Platzverweis noch verbal mit dem Linienrichter aneinandergeriet und auch nach der Partie noch zu dem Gespann ging, woraufhin sich ein emotionaler Wortwechsel entwickelte, den Torwart-Trainer Alen Batarilo beendete, der Raschka wegzog. „Was da passiert ist, kann ich nicht genau sagen, aber ich glaube nicht, dass er diese Äußerung getätigt hat, die ihm vorgeworfen wird“, sagt Hasenpflug und ergänzt: „Er ist unser dienstältester Spieler, seit sieben Jahren im Verein, immer zuverlässig und korrekt. Es war seine erste Rote Karte überhaupt, über die er selbst sagt, dass sie berechtigt war. Die Äußerung bestreitet er aber.“ Damit muss sich jetzt die Kammer beschäftigen. Ein Termin für die Verhandlung steht noch nicht fest, aufgrund der Coronavirus-Pandemie ist auch denkbar, dass es nur zu schriftlichen Anhörungen kommt.