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Physiopraxis Wolfgang Heitbrink ist Partner der SG Ratingen

Handball : „Wolfgang ist für alle da“

Nach seiner physiotherapeutischen Arbeit mit den Handballern des TV Ratingen übernimmt Wolfgang Heitbrink nun mit Yvonne Finken und Simon Krämer auch die Betreuung der SG Ratingen. Vor allem das Box-Training ist fordernd. Der 51-Jährige würde sich wünschen, dass die Vereine der Stadt mehr zusammenkommen würden.

Noch rund vier Wochen haben die Regionalliga-Handballer der SG Ratingen Pause, bevor die Vorbereitung auf die neue Saison startet. In dieser Zeit haben sie nicht nur individuelle Trainingspläne, sondern auch die Möglichkeit auf Athletiktraining bei Physiotherapeut Wolfgang Heitbrink. Der ist seit Freitag offiziell Kooperationspartner der SG, doch bereits in den vergangenen Wochen arbeiteten er und sein Team mit den Handballern zusammen. „Mit Kralle haben wir jetzt jemanden dabei, der uns im athletischen Bereich noch einmal einen richtigen Push gibt und das überragend macht“, hatte SG-Geschäftsführer Bastian Schlierkamp unlängst im Gespräch mit unserer Redaktion gesagt.

Gemeint war mit „Kralle“ Simon Krämer. Der 32-Jährige ist bei Heitbrink als Athletiktrainer angestellt und nun genau wie Yvonne Finken, die bereits zuvor als Physiotherapeutin des Regionalliga-Teams agierte und am heutigen Dienstag ihren 27. Geburtstag feiert, für die Betreuung der Handballer mit Heitbrink zuständig. „Wir versuchen, die Professionalität der SG zu unterstützen, damit diese ihre Ziele erreichen kann“, sagt der 51-Jährige. Den Beitrag beschreibt Krämer: „Yvonne betreut den physiotherapeutischen Bereich, ich den athletischen, alles in enger Kooperation mit Trainer Ace Jonovski und Basti Schlierkamp. Wenn zum Beispiel Spieler verletzt sind, kann Yvonne sie hier in der Praxis aufpäppeln, ich sie dann athletisch übernehmen und dann Rückmeldungen an Ace über ihren Zustand geben. Dann kann der Trainer sich ganz auf das Spielerische konzentrieren.“

Das Athletik-Angebot umfasst unter anderem Sprint- und Stabilisations-Training, Kraft-Zirkel und Box-Training. „Eine Saisonvorbereitung hat niemand gerne, daher versuchen wir, da ein bisschen Abwechslung reinzubringen“, sagt Krämer, der nach seiner Handball-Karriere vor allem beim TV Ratingen erst zum Thai-Boxen ging, bei Heitbrinks Box-Training aber feststellen musste, dass „ich nichts drauf habe“, wie er schmunzelnd zugibt. Denn: „Das Box-Training ist sehr effektiv, die Jungs verbrennen da in einer Stunde bis zu 730 Kalorien. Und die Schulung der Koordination Kopf und Hände, vor allem unter Vollbelastung, ist beim Boxen wirklich überragend für die kognitiven Fähigkeiten.“

Heitbrink ist selber ehemaliger Boxsportler und auch Karate-Trainer, so lag die Einbindung in das Athletiktraining nahe. 2011 – also im Gründungsjahr der SG – eröffnete er am Kapellenweg seine Praxis in Ratingen, inzwischen hat er eine zweite in Düsseldorf und arbeitet nicht nur mit Handballern, sondern auch mit Leichtathletik-Kader-Athleten oder Fitness-Europameistern zusammen, zudem ist er weiterhin Physiotherapeut der Verbandsliga-Handballer des TV. „Wolfgang ist für alle da“, sagt Krämer, der noch aus seiner Ratinger Zeit weiß, dass Heitbrink immer „eine Art Ziehvater für viele von uns“ war.

Die Arbeit für zwei verschiedene Ratinger Handballteams beißt sich nicht. „SG und TV haben ja andere Ziele“, sagt Heitbrink und ergänzt: „Letztendlich geht es immer um den Sport. Schön wäre es, wenn die Vereine in Ratingen mal ein bisschen mehr zusammenkommen würden, unabhängig davon, welche Trikotfarbe man trägt.“

Bis dahin arbeitet Heitbrink daran, immerhin schon mal die einzelnen Teams der SG näher zusammen zu bringen. „Montags und mittwochs haben wir eine Athletik-Einheit für die gesamte SG“, berichtet Krämer. „Da kann dann ein C-Jugendlicher in das gleiche Training, das ein Ex-Profi bei uns machen muss, zumindest mal reinschnuppern und vielleicht mit einem Alexander Oelze, Thomas Bahn oder Filip Lazarov mittrainieren. Wir sehen uns als Partner für die gesamte SG.“