Handball: Philipp Jochems spielt nicht mehr für den TVR

Handball : Philipp Jochems spielt nicht mehr für den TVR

Die SG Ratingen wird morgen zum dritten Mal in Folge Meister. Abstiegskandidat TVR ist in Kettwig Außenseiter, muss aber punkten.

Es gibt weit und breit keinen Zweifel, dass die SG Ratingen morgen am Spätnachmittag ihren dritten Meistertitel in Folge feiert. Die SG Solingen ist zu Gast. Die Bergischen sind Verbandsliga-Siebter, haben unter ihrem Spielertrainer Robert Heinrichs (früher HSG Düsseldorf) vorzüglich abgeschnitten und sind nie in Gefahr geraten. "Im Hinspiel hatten wir es schwer", erinnert sich Ratingens Trainer Pascal Mahé. "Aber jetzt haben wir es selbst in der Hand, alles klar zu machen." In Solingen schossen allein Florian Schlierkamp und Anthony Pistolesi 15 Tore. Diesmal fehlen die beiden, sie sind verletzt. Dafür sind Max Seidel und Marcel Müller wieder dabei, zudem die A-Junioren, deren Bundesliga-Saison beendet ist.

Der Abstiegskampf des Turnvereins fesselt auch in diesem Jahr wieder alle Ratinger Handballfans. Schaffen es die Grün-Weißen noch? Von den drei Restspielen müssen die auswärtsschwachen Ratinger (zehn Auswärtsspiele bisher, neun Niederlagen) zwei in fremden Hallen bestreiten. Am Samstag geht es nach Kettwig. Ein sehr unterschiedlich spielender Gastgeber. Der zuletzt zwei Siege landete und vorher in eigener Halle die SG Ratingen bezwang. Und davor die Lintorfer. "Wir sind Außenseiter", sagt Ratingens Trainer Peter Zander. Philipp Jochems steht aus beruflichen Gründen (Job in Dortmund) nicht mehr zur Verfügung.

Um Platzierungen im Mittelfeld geht es zwischen dem TuS 08 Lintorf und TB Wülfrath. Die Lintorfer stehen zwei Zähler besser (Fünfter) und würden gerne so auch einlaufen. Der Einsatz von Daniel Ziebold ist fraglich. Ob Phillip Hattig Kurzeinsätze bestreitet, wird er selbst entscheiden. In der nächsten Spielzeit läuft der 30-Jährige für die Bergischen Panther (Oberliga) auf. Trainer Lars Biermann. "Wir können noch Vierter werden. Dieses Ziel greifen wir an."

Der TV Angermund, zuletzt drei Mal bezwungen, benötigt noch zwei Zähler. Die kann er morgen Abend im Heimspiel gegen die HSG Mülheim einfahren, die Zehnter und gerettet ist. Aber die letzten Vorstellungen des TVA waren schlichtweg schlecht. So ist Mülheim nicht zu packen. Trainer Uli Richter ist sich im Klaren darüber: "Die letzten drei Spiele haken wir ab. Es gilt, den Schalter umzulegen. Die alte Form müssen wir finden, dann packen wir die Mülheimer erneut."

Die HSG Velbert/Heiligenhaus muss bei der Verfolgung des Landesliga-Tabllenführers TSV Aufderhöhe II noch einmal eine ganz schwere Hürde nehmen. Die SG Langenfeld II kommt in den neuen Velberter Sportpalast, die bis vor wenigen Wochen munter im Titelkampf mitmischte, dann aber kürzlich in Wermelskirchen stolperte und wohl als Vierter einlaufen wird. HSG-Coach Jürgen Tiedermann: "Die Hinspielniederlage schmerzt immer noch. Aber unsere letzten drei Spiele müssen wir ohnehin alle gewinnen."

Sein Nacholger ist noch nicht gefunden und sein Co-Trainer Jens Leiss sucht eine neue Aufgabe. Sechs Spieler werden die HSG verlassen. Daniel Reinders und Max Guggenmos zieht es zur SG Langenfeld, David Horscht und Sören Falkenberg zu Mettmann Sport, wo auch Tiedermann hin wechselt, Dennis Herden und Tim Bauchhausen hören auf.

(w-m)
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