Oberliga: TV Angermund und TSV Aufderhöhe trennen sich 29:29

Handball : TVA muss sich mit Remis begnügen

Im Oberliga-Kellerduell gegen den TSV Aufderhöhe trifft Martin Gensch beim Comeback zum 29:29 für den TV Angermund. Mit dem Ergebnis ist man am Freiheitshagen nicht zufrieden, es hätten zwei Punkte sein müssen, finden die Hausherren, die noch bis 25. Januar auf Hoffnungsträger Marco Bauer warten müssen.

Martin Paukert, der Routinier des TV Angermund, stand nach dem Oberliga-Heimspiel gegen den TSV Aufderhöhe noch lange am Spielfeldrand und unterhielt sich angeregt mit einem TVA-Fan. Am Gesichtsausdruck des 33-Jährigen war die Stimmungslage zu erkennen: Mit diesem 29:29 im Abstiegsduell konnte niemand am Freiheitshagen zufrieden sein. Der TVA spielte erneut schwach, der erste Heimsieg blieb aus, und man muss zufrieden sein mit dem einen Punkt. Er verhinderte immerhin den erneuten Sturz in den Tabellenkeller. Paukert: „Unser Kapitän Martin Gensch ist wieder an Bord, er ist zwar noch nicht in gewohnter Form, aber allein seine Anwesenheit auf dem Spielfeld gibt allen Sicherheit.“

Trainer Eric Busch setzte Gensch nach 40 Minuten ein und ließ ihn bis zum Abpfiff auf der Platte. Die achtmonatige Spielpause war dem Rückraumwerfer deutlich anzumerken, aber wer hier Wunderdinge erwartet hat, der ist ein Träumer. Immerhin ist beim Rückrundenstart am 25. Januar erstmals Marco Bauer dabei. Der 27-Jährige, zum Jahreswechsel von der SG Ratingen verpflichtet, ist im Abstiegskampf der ganz große Hoffnungsträger. Beim VfB Homberg am Samstag darf er noch nicht spielen, die Sperre läuft, wie Paukert erklärte, am folgenden Sonntag ab.

Das Heimspiel gegen Aufsteiger Aufderhöhe – der TSV holte seinen ersten Auswärtspunkt – war 60 Minuten lang ganz eng. Immer hoch dramatisch. Patrik Ranftler verwandelte in der Schlussphase zwei Strafwürfe zum 27:27 (55:42 Minuten) und 28:28 (57:06). Wer hatte nun die besseren Nerven? Stefan Hölzel, der Aufderhöher Linkshänder, der einst auch für den TV Ratingen spielte, brachte den TVA wieder in Rückstand – 28:29. Dann Mutlosigkeit bei den Hausherren, wer sollte werfen? Gensch nahm es auf sich und traf – 29:29. Nun ging es bei Aufderhöher Ballbesitz in die Schlussminute. Die Gäste leisteten sich ein Stürmerfoul, und der TVA konnte 30 Sekunden vor dem Ende noch einen letzten Angriff vortragen. Aber Nils Thanscheidt traf nicht, der Winkel war zu spitz. Und Aufderhöhe holte mit blitzschnellem Gegenangriff noch ein Foul heraus. Aber die Schiedsrichter pfiffen ab, ignorierten die lauten Aufderhöher Proteste, so blieb es bei der letztlich gerechten Punkteteilung.

Zufrieden war niemand beim TVA. Trainer Busch: „Es lief einfach unglücklich. Viele Abpraller landeten beim Gegner. Aber dennoch, hier mussten zwei Punkte her. Das Unentschieden ist zu wenig.“ So sah es auch Andreas Franke vom Schiedsgericht: „Es war immer eng. Dadurch kam nie Ruhe in unser Spiel. Wir hatten uns mehr versprochen, nämlich zwei Punkte.“ Bernd Stemmer, der Hallensprecher, stand daneben und nickte.