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Oberliga: TV Angermund spielt 23:23 bei der HSG Neuss/Düsseldorf II

Handball : TVA punktet im Kellerduell

Handball-Oberligist TV Angermund spielt bei der HSG Neuss/Düsseldorf II 23:23 und verpflichtet Marco Bauer. Damit steigen die Hoffnungen, dass die Spielklasse gehalten werden kann. Im Kellerduell gegen den Ex-Trainer Uli Richter haben die Gäste das glücklichere Ende für sich.

Erst einmal die gute Nachricht vom TV Angermund. Der Handball-Oberligist hat Marco Bauer von der SG Ratingen verpflichtet. Der 27 Jahre alte Rückraumspieler ist, wie TVA-Chef Wolfgang Richter erklärte, ab dem 18. Januar spielberechtigt und ein ganz großer Hoffnungsträger, dass die Spielklasse auch im vierten Jahr gehalten wird.

Im letzten Spiel des Jahres, im Kellerduell bei der HSG Neuss/Düsseldorf, kamen die Angermunder beim 23:23 (10:10) mit einem blauen Auge davon. Dem alles überragenden Matthias Jakubiak gelangen in den letzten beiden Minuten, sein Team lag 21:23 zurück, vier Glanzparaden, und sie allein sorgten dafür, dass wenigstens ein Punkt an die Anger mitgenommen wurde. Nils Thanscheidt hämmerte den Ball 35 Sekunden vor dem Abpfiff aus ganz spitzem linken Winkel zum 23:23 in die Neusser Maschen. Aber gezittert wurde bis zum Abpfiff, denn die Hausherren hatten noch einen letzten Angriff. Doch der TVA hatte eben Jakubiak, der insgesamt mit 21 Paraden aufwartete. Immerhin hat der TVA am drittletzten Hinrundenspieltag endlich den Tabellenkeller verlassen. Aber nur aufgrund des Torverhältnisses, denn auch der Neuling TSV Aufderhöhe, nun Vorletzter, hat vier Pluspunkte. Neuss bleibt am Tabellenende (drei Punkte).

Der TVA hat den zweitschwächsten Angriff der Liga, das war auch in Neuss ersichtlich. Diese HSG mit dem Ex-Angermunder Uli Richter auf der Trainerbank wusste genau, dass übermäßige Gefahr gegenwärtig nur von Jan Schiffmann ausgeht. Den freilich nahmen die Neusser weitgehend in Manndeckung, zudem hatte der 21-Jährige nicht seinen besten Tag, fünf Fehlwürfe aus guter Distanz sind reichlich.

Dennoch, man war recht zufrieden, dass ein Zähler im Gepäck landete. Denn in der Regel lag Neuss vorne. So 7:4 (18.), 18:15 (43.) und 23:21 (57.). Angermunds Trainer Eric Busch dazu: „Ein Punkt ist eigentlich zu wenig. Wir müssen damit aber zufrieden sein, so wie dieses Spiel gelaufen ist. Wir kamen schlecht in die zweite Halbzeit, das erschwerte alles.“ Und sein Mittelmann Martin Paukert, der immerhin eine engagierte Partie bot: „Es war kein schönes Spiel, wir waren auch nicht gut. Wir hatten uns hier mehr erhofft.“ Uli Richter, der als Neuss-Coach erstmals in seinem Leben gegen seinen Stammverein spielte: „Das Ding mussten wir gewinnen, aber als es um alles ging, haben wir zu früh abgeschlossen.“

TV Angermund: Jakubiak, Sieberin - B. Thanscheidt, N. Thanscheidt 3, Kohl 3, Schiffmann 5, Hasselbach 1, Paukert 2, Ranftler 3, Winter 1, Axning 1, Neukirchen, Behmer 4/3. Zuschauer: 41.