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Handball: Neid als eine Form der Anerkennung

Handball : Neid als eine Form der Anerkennung

Bei der SG spielen doch gar keine Ratinger, aber beim TV kommen fast alle aus der eigenen Jugend – so argumentierte Christian Böcker. Doch dieses Argument ist abgegriffen und seit Jahrzehnten in der Mottenkiste. Es zieht nicht.

Bei der SG spielen doch gar keine Ratinger, aber beim TV kommen fast alle aus der eigenen Jugend — so argumentierte Christian Böcker. Doch dieses Argument ist abgegriffen und seit Jahrzehnten in der Mottenkiste. Es zieht nicht.

Was zählt, ist Leistung. Die wollten viele Ratinger Vereine nicht erbringen, weil es Schweiß und Geld kostet — oder nur in Maßen. Daher kommt die Nachwuchsarbeit nur ganz selten über den Status der Sozialarbeit hinaus.

Die SG bekennt sich zum Leistungssport. Das ist überaus erfreulich, das sorgt für frischen Wind. Dass dies Neider auf den Plan ruft, ist normal. Das gehört nicht nur dazu, sondern ist eine spezielle Form der Anerkennung. Und was die Gegenüberstellung von Traditionsverein und Retortenverein angeht, so ist auch hier Leistung entscheidend. Ein Verein mag alt sein, doch nur mit Erfolgen und Titeln wird er zu einem großen Traditionsverein.

Thomas Schulze

(RP/rl)