Mit zwei Sechsern einen Volltreffer

Mit zwei Sechsern einen Volltreffer

Die Ratinger, Herbstmeister der fußball-Niederrheinliga, standen am Scheideweg. Nachdem sie aus den vier Rückrundenspielen sieglos – bei allerdings drei Unentschieden – hervorgegangen waren, standen sie mächtig unter Druck. Sie lösten die unangenehme Aufgabe jedoch souverän und feierten nach Toren von Dennis dluhosch und Björn Rohpeter ihren ersten Sieg im neuen Jahrzehnt.

Zugleich revanchierten sie sich für die wenig freundliche Wrtg der Gastgeber, die zar angekündigt hatten, dass der Rasen im Stadion gesperrt sei, aber es werde auf einem anderen Rasenplatz gespielt. Von wegen! Es wurde auf Asche gekickt.Trainer Karl Weiß schäumte so schon vor Anpfiff vor Wut.

Aber das war nicht das einzige Handicap, denn neben dem gesperrten Rehag fehlten auch Ince (Knie), Zelles, (Hexenschuss) und Hoffmann (Magen). Dennoch übernahmen die eigentlich defensiver eingestellten Gäste von Beginn an das Kommando. Chancen waren aber bei Wind und Regen zunächst Mangelware. Einen Schuss von Mats Kroepmanns parierte Gochs Keeper Minas. Aber nach einem exzellent herein geschlagenen Freistoß war Dennis Dluhosch mit dem Kopf zur Stelle, so dass die überlegenen Gäste verdient in Führung gingen. Umso ärgerlicher der Ausgleich in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit. Nach einem Freistoß segelte Torhüter Marco Glenz wiederholt am Ball vorbei, so dass es mit einem 1:1 in die Pause ging.

Wer geglaubt hatte, die Viktoria würde nun endlich kommen, sah sich getäuscht. Auch in Durchgang zwei dominierten die Blau-Gelben und Dluhosch prüfte Minas, der aber auf dem Posten war. Nach einer sehenswerten Kombination war er jedoch geschlagen. Venturiello bedient Karadag, der sich Außen schön durchsetzte und in dessen knallharte Hereingabe hielt Björn Rohpeter den Kopf.

Die Ratinger beherrschte in der Folgezeit Spiel und Gegner. Einziger Wermutstropfen: Sie versäumten es , rechtzeitig den Sack zuzumachen. Dass ein Konter mit 3:1 nicht erfolgreich abgeschlossen wurde, war indes schon ziemlich ärgerlich. IsmailCakici schoss selbst anstatt die Situation eiskalt und uneigennützig zu Ende zu spielen.

Dass der Sieg in der Schlussphase nicht mehr in Gefahr geriet, verdankten die Ratinger ihrer disziplinierten, sehr guten Defensivarbeit, aber auch der harmlosen, ideenlosen Offensive der Gastgeber. Überragender Akteur war Björn Rohpeter, dem Dennis Dluhosch nur wenig nachstand. Die beiden Sechser erstickten jegliche Angriffsbemühungen der Gastgeber im Keim, sondern trugen sich auch in die Torschützenliste ein. Der Sieg war enorm wichtig. Die Ratinger freuen sich jetzt auf das Spitzenspiel gegen den VfB Homberg am Mittwoch.

(RP)