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Lokalsport: Mit dem Neujahrslauf fällt der Startschuss ins Sportjahr

Lokalsport : Mit dem Neujahrslauf fällt der Startschuss ins Sportjahr

Mehr als 1000 Sportler laufen morgen in fünf Wettbewerben durch die Ratinger Innenstadt.

Kindergärten, Schulen, Firmen und Sportvereine sind heiß auf den Sonntag: In fünf Wettkämpfen starten mehr als 1000 Läufer ins Ratinger Sportjahr. Wenn morgen um 13 Uhr der Startschuss für den Hauptlauf des Neujahrslaufs fällt, dann ist auch Heike Ohling am Start. Die Meerbuscherin ist zum ersten Mal in Ratingen dabei. Und sie hat klare Vorstellungen, was sie auf der frisch vermessenen Strecke erreichen will: "Seit 2010 steht meine Bestzeit über zehn Kilometer bei 45:46 Minuten. Die will ich in Ratingen knacken. Das ist machbar — wenn es nicht glatt wird."

Seit Monaten hat sie trainiert für ihr Ziel beim Neujahrslauf. Normalerweise startet sie in der Regionalliga mit dem Kanuklub Krefeld als Triathletin und war so im vergangenen Jahr schon einmal in Ratingen zu Gast. Doch die Lauf-Saison war eigentlich im Herbst schon vorbei. "Aber ich bin drangeblieben. Das ist bis jetzt meine aktivste Saison", sagt sie. Zu schnell gewöhnte sie sich sonst im Winter ans Nicht-Laufen. Eigentlich hat sie diesmal nur für die Duisburger Winterlaufserie trainiert. Ihr Freund allerdings arbeitet in Ratingen und meldete sich mit Kollegen für den Neujahrslauf an. Da zog Heike Ohling nach.

Mit ihrer Trainingsgruppe hat sie seitdem konsequent weiter gearbeitet und nach Plan trainiert. "Früher habe ich immer einfach Vollgas gegeben", sagt die 37-Jährige, "aber das ist nicht sehr effektiv." Heute bereitet sie sich klüger auf Wettkämpfe vor, achtet zum Beispiel genau auf ihre Herzfrequenz. "Man muss sich disziplinieren und mit Plänen arbeiten."

Zwei bis dreimal in der Woche läuft sie, zuletzt kam sie auf ein Trainingspensum von 20 bis 35 Kilometer. Einmal läuft sie mit Kollegen um den Elfrather See in Krefeld, besucht einen Laufkurs in Duisburg und trainiert am Wochenende alleine. Und in dieser Woche folgte die letzte Phase der Vorbereitung: Sie hat die Strecke im Internet studiert. Nun weiß sie auch, dass es am Hauser Ring ein gutes Stück bergauf gehen wird. Der Neujahrslauf bietet in diesem Jahr neben der bekannten Zehn-Kilometer-Strecke zum zweiten Mal einen Kurs an, der exakt die Hälfte misst— und das ganz offiziell: "Udo Brandt vom Deutschen Leichtathletikverband hat auf der Werdener Straße einen Nagel gesetzt, der den neuen Wendepunkt markiert", sagt Jürgen Robbel, Organisator des Laufs vom ASC Ratingen West.

Er freut sich über gute Anmeldezahlen: "Die Zahl der Meldungen ist konstant und bewegt sich im Rahmen der Vorjahre. Wir rechnen mit weit mehr als 1000 Sportlern." Denn wetterabhängig werden sich viele Läufer erfahrungsgemäß kurzfristig zum Mitmachen entscheiden.

(RP)