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Ralf Reisinger: "Meine Zeit in Ratingen hat mich ein Stück weit geprägt"

Ralf Reisinger : "Meine Zeit in Ratingen hat mich ein Stück weit geprägt"

Heute um 19.30 Uhr steigt das dritte Ratinger "All-Star-Game" – und auch Ralf Reinsinger, der unter anderem für die Ratinger Ice Aliens und den EC Ratingen auf Torejagd ging, schnürt dafür seine Schlittschuhe. Er erhofft sich von der Partie einen Schub für die Ratinger Eishockey-Szene, die im Moment eher vom Glanz alter Tage zehrt.

Heute um 19.30 Uhr steigt das dritte Ratinger "All-Star-Game" — und auch Ralf Reinsinger, der unter anderem für die Ratinger Ice Aliens und den EC Ratingen auf Torejagd ging, schnürt dafür seine Schlittschuhe. Er erhofft sich von der Partie einen Schub für die Ratinger Eishockey-Szene, die im Moment eher vom Glanz alter Tage zehrt.

Herr Reisinger, insgesamt haben Sie sechs Jahre Eishockey in Ratingen gespielt und stehen jetzt im Team der "All Stars". Ist das eine besondere Ehre für Sie?

Reisinger Natürlich. Meine aktive Zeit als Spieler in Ratingen hat mich und einen großen Teil meines Lebens geprägt. Ich habe mich hier immer sehr wohl gefühlt und denke gerne an die Zeiten zurück. Darum freue ich mich auch auf das Spiel.

Wann haben Sie erfahren, dass die Organisatoren mit Ihnen planen?

Reisinger Ich habe vom All-Star Game zum ersten Mal per E-Mail erfahren — als Ende September eine vorsichtige Anfrage kam, ob ich mir die Teilnahme vorstellen könnte. Letztlich habe ich nicht lange gezögert und schnell zugesagt.

In ihrer aktiven Karriere haben Sie sowohl für den EC Ratingen als auch für die Ratinger Ice Aliens gespielt. Was ist in besonderer Erinnerung geblieben?

Reisinger Es gab viele schöne Erlebnisse, wie zum Beispiel den Aufstieg mit den "Löwen" in die erste Liga oder die Zeit um 1992, in der wir viele Russen im Team hatten. Deren Art Eishockey zu spielen, hat mich sportlich nach vorne gebracht. Was mir auch in Erinnerung bleiben wird, ist Zeit bei den Aliens, in der wir vor fast ausverkauftem Haus die Meisterschaft in der Regionalliga gewonnen haben. Das war auch eine tolle Zeit für mich.

Mittlerweile findet Eishockey nicht mehr annähernd so viel Zuspruch in Ratingen wie damals. Hinzu kam noch die Sanierung der eigenen Halle, die jetzt endlich wieder für den Spielbetrieb freigegeben ist. Verfolgen Sie eigentlich noch das lokale Sportgeschehen?

Reisinger Ich habe insgesamt nur noch wenig mit dem Sport zu tun und verfolge das Ganze daher nicht mehr bewusst. Dennoch halte ich Ratingen nach wie vor für einen guten Standort — und die Aliens für einen entwicklungsfähigen Verein.

2007 haben Sie ihre Schlittschuhe offiziell an den Nagel gehängt. Haben Sie komplett mit dem Sport abgeschlossen?

Reisinger Komplett habe ich nicht aufgehört. Einmal die Woche stehe ich mit anderen ehemaligen Spielern für die Düsseldorf Indians auf dem Eis. Allerdings sind wir nur eine Art Hobbymannschaft.

Wie ging es bei Ihnen nach der aktiven Karriere weiter?

Reisinger Schon in den letzten Jahren als Spieler habe ich eine Ausbildung zum Kaufmann der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft bei Alfred Schäfer, dem ehemaligen Präsidenten der "Löwen", angefangen. Anschließend habe ich mich selbstständig gemacht und führe bis heute ein Einzelunternehmen als Hausverwaltung und Immobilienmakler.

Wenn Sie nun am 4. Januar in die Eissporthalle am Sandbach zurückkehren, worauf freuen Sie sich dann am meisten?

Reisinger Ich freue mich auf viele alte Kollegen, die Fans und das komplette Umfeld. Der Spaß wird bei dem Spiel natürlich im Vordergrund stehen, aber ich hoffe auch, dass durch die Partie ein Signal gesetzt werden kann, dass Eishockey in Ratingen nach wie vor lebendig ist und der Sport hier ein Zuhause hat.

NILS JEWKO STELLTE DIE FRAGEN.

(RP)