Eishockey : Mal Gegner, mal nicht

Die Ice Aliens erwarten am Sonntag den Krefelder EV. Dabei kommt es zum Wiedersehen mit fünf Ex-Ratingern. Für Trainer Janusz Wilczek sind die Gäste Favorit.

Der 4:3-Sieg in Neuwied hat allen Beteiligten gut getan. Er hat nicht nur das Selbstvertrauen der Spieler gestärkt, sondern auch allen Skeptikern gezeigt, dass die Ratinger über eine wettbewerbsfähige Mannschaft verfügen. "Wir wissen, dass die Oberliga eine Drei-Klassen-gesellschaft ist", sagt Schatzmeister Rainer Merkelbach. "Aber zumindest in der dritten Klassen wollen und können wir ordentlich mithalten."

Den morgigen Gegner würde Trainer Janusz Wilczek wahrscheinlich in die zweite Klasse einordnen. Zumindest schustert er ihnen die Favoritenrolle zu: "Die Krefelder haben eine sehr gute Mannschaft. Bei denen stimmt die Mischung. Sie haben junge, gute Spieler aus der DNL und Spieler mit Oberliga-Erfahrung. Das kann eine gute Mannschaft sein."

Wilczek hat Wendler ausgebildet

Einige dieser Cracks haben ihre Oberliga-Erfahrung in Ratingen gesammelt, zum Beispiel Philip Hendle, Andre Oesterreich, Sven Schiefner oder Christian Schlesinger, aber auch Jan Lankes hat schon am Sandbach gespielt. Oder Torhüter Christian Wendler. "Das ist mein Spieler", sagt Janusz Wilczek im Brustton der Überzeugung, denn er hat den Torhüter von den Bambini bis zu den Schülern ausgebildet. Ein Problem ist das für den Coach nicht: "Während des Spiels sind es Gegner, vorher und nachher aber nicht."

So gut der Sieg den Aliens auch getan hat, abgehoben hat keiner. "Dazu gibt es auch keinen Grund", sagt der Coach. "Wir wissen, dass wir gewonnen, aber nicht das beste Spiel gemacht haben." Gerne hätte er intensiver das Unter- und Überzahlspiel trainiert, um diese Schwachpunkte auszumerzen. "Aber da müssen alle dabei sein." Thorsten Gries und Bastian Jakob fehlten beim Training beruflich bedingt, Pascal Behlau war krank. "Aber das ist kein Thema", sucht Wilczek keine Ausrede. "Das geht wahrscheinlich jeder Mannschaft so."

Wie immer: Arbeiten und kämpfen

Ein besonderes Konzept hat er gegen Krefeld nicht: "Es ist wie in jedem Spiel: Wir müssen arbeiten und kämpfen und dürfen auch nicht kurz die Konzentration verlieren, sonst kann es schnell vorbei sein." Immerhin räumt der Mahner ein, dass seine Mannschaft in den beiden bisherigen Spielen überrascht und sich sehr gut verkauft hat. So kann es morgen weitergehen.

(RP)