Lokalsport: Lintorf muss im Abstiegs-Krimi gegen Wesel gewinnen

Lokalsport: Lintorf muss im Abstiegs-Krimi gegen Wesel gewinnen

Der Letzte der Handball-Oberliga trifft auf den Vorletzten. Ein Sieg ist für den TuS eigentlich Pflicht.

Auf dieses Handball-Nachholspiel des Tabellenvorletzten TuS Lintorf beim Schlusslicht HSG Wesel schaut der gesamte Keller der Oberliga. Hier, in diesem drittletzten Hinrunden-Match, fällt sicherlich schon eine Vorentscheidung, wer runter muss in die Verbandsliga. Anwurf ist am Sonntag um 17 Uhr, nicht 16 Uhr, wie eigentlich geplant, die Weseler Halle ist vorher noch anderweitig belegt. Die auswärts noch sieglosen Lintorfer haben vier Punkte auf dem Konto, Wesel, zuletzt fünf Mal in Folge besiegt, drei Punkte. Wer verliert, ist definitiv Letzter.

Aber von dieser Konstellation will Lintorfs Trainer Kalle Töpfer überhaupt nichts wissen. Er hat die Gastgeber-Truppe um ihren Trainer Sven Esser (früher TV Ratingen) mehrfach beobachtet, sich auch schlaugemacht, weshalb es für den Mitaufsteiger der vorigen Spielzeit in der Tabelle so trostlos aussieht. "Wesel hatte unglaubliche Verletzungssorgen", sagt Töpfer. "Die sind behoben. Zuletzt in Neukirchen stand ein 14-Mann-Kader zur Verfügung. Wesel ist jetzt erheblich stärker als noch vor vier Wochen. Die Niederlagen-Serie zuletzt ist für uns ohne Bedeutung." Zudem waren die letzten drei Spiele auswärts, jetzt ist Heimrecht angesagt.

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Die Lintorfer Abwehr ist jedenfalls erheblich stabiler geworden. Das freut vor allem den jungen Keeper Lauritz Gerdes, der enorme Fortschritte erkennen lässt. "Die Jungs vor mir nehmen mir aber auch ungemein viel Arbeit ab", sagt der 21 Jahre alte Student, der einmal Wirtschafts-Ingenieur werden möchte. "Ich spüre das schon im Training, in dem jetzt ganz anders zugepackt wird. Dort werden nun die Räume vor mir viel besser zugestellt. Das mussten wir erst lernen, so etwas dauert. Und das mit dem Klassenerhalt, das wird schon. Wir packen das."

Er, der noch bei seinen Eltern in Stockum wohnt, und sein Torwart-Kumpel Tobi Töpfer, das waren über weite Strecken bisher die ärmsten Teufel des Teams, da ihnen ständig die Bälle nur so um die Ohren flogen. Am Breitscheider Weg jedenfalls wird man die Worte des Keepers gerne hören, zumal sie von einem der zahlreichen Talente kommen, deren Entwicklung noch keineswegs abgeschlossen ist. Die Reservespieler Tim Bauerfeld, Kevin Held und Daniel Ziebold fahren auch mit nach Wesel, werden aber einsatzbereit hinter der Bank sitzen, sie sind zunächst nicht im Spielbericht eingetragen. Zum Einsatz kommen sie nur, wenn "Not am Mann" ist, wie Kalle Töpfer es beschreibt.

(w-m)