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Lars Brümmer wird Trainer des Regionalligisten SG Langenfeld

Lupe auf: Lars Brümmer : „Angermunder Roggisch“ wird Trainer in Langenfeld

Der Abwehrspezialist des TV Angermund, Lars Brümmer, übernimmt zur neuen Saison den Handball-Regionalligisten SG Langenfeld. Dadurch wird der 30-jährige Ratinger weniger Zeit haben, selber aktiv zu sein. Wann immer es geht, wird er aber in Angermund sein.

Über Arbeitsmangel kann sich Lars Brümmer künftig bestimmt nicht beklagen. Der 30 Jahre alte Ratinger Handballer, der die meiste Zeit seiner aktiven Laufbahn beim TV Angermund verbrachte, wird zur neuen Spielzeit neuer Trainer beim Regionalliga-Zweiten SG Langenfeld. Acht Spiele vor dem regulären Ende wurde die Saison wegen der Coronavirus-Pandemie abgebrochen, die Langenfelder bleiben also Zweiter hinter dem sieben Pluspunkte besser stehenden TuS Opladen an der Spitze. Jedenfalls ist den Langenfeldern, dem großen Rivalen der SG Ratingen, eine tolle Handballsaison gelungen, und daran muss sich Brümmer künftig messen lassen.

Also eine Herkulesaufgabe für den bärenstarken Abwehrspezialisten, der überall gerne mit dem Weltmeister von 2007 Oliver Roggisch (Rhein-Neckar-Löwen/ 205 Länderspiele) verglichen wird. Schon im vergangenen Winter fragte Dennis Werkmeister, der Manager der SG Langenfeld, bei ihm an, ob er sich den Job als Cheftrainer bei der SGL vorstellen kann. Das blieb lange Zeit unter dem Mantel des Schweigens, aber jetzt ist alles offiziell. Brümmer übernimmt. Und derzeit gilt es, die neue Mannschaft zu erstellen. „Dennis und ich machen das weitgehend gemeinsam“, so der studierte Sportwissenschaftler. „Aber es gibt auch Leute im Hintergrund, die uns behilflich sind.“

Der Angermunder Reserve-Spielertrainer Peter Mentzen hatte gehofft, auch in der kommenden Landesliga-Spielzeit mit Brümmer im Mittelpunkt eine starke Mannschaft erstellen zu können. Das freilich wird nicht nach den Wünschen des Lintorfer Lehrers laufen. „Wenn ich die Zeit haben sollte, beim TVA mitzuspielen, dann werde ich das natürlich machen“, so Brümmer über seinen Heimatverein. „Aber es wird schwierig. Allerdings verlief das in der jüngeren Vergangenheit ebenso.“ Da war der 30-Jährige vier Jahre für die Jugend-Koordination von TuSem Essen zuständig. Für die in der Bundesliga spielende A-Jugend war er als A-Lizenzinhaber der Cheftrainer. Aber immer, wenn es sich machen ließ, sah man ihn in seinem „zweiten Wohnzimmer“, der Walter-Rettinghausen-Halle. Wo er schließlich schon in der Jugend gespielt hat. Während seines Studiums in Köln spielte er beim Mittelrheinischen HSV Bocklemünd.

Beim TuSem läuft seine Uhr nach vier Jahren ab, wie es im Hauptberuf weitergeht als Sportwissenschaftler, ist noch unklar. Die derzeitige Situation ist wegen der Pandemie völlig undurchsichtig, wirkliche Sorgen macht er sich dennoch nicht: „Wir müssen nur geduldig abwarten, wie sich alles entwickelt.“ Und die Angermunder, auch deren Oberliga-Kader, würde es riesig freuen, wenn er wenigstens einige Male als Spieler zur Verfügung stehen kann. Wie einst, allerdings auf höherem Niveau, die Nationalmannschaft mit Roggisch. Die Abwehr hat umgehend ein ganz anderes Gesicht.