Krüger allein kann es nicht

Früher füllten die Aliens den Marktplatz und das Schützenzelt, jetzt treffen sie sich in einem Bistro. Zu Recht. Die Zeiten, in denen die Aliens groß gefeiert wurden, sind vorbei. Leider.

Zu den Saisoneröffnungsfeiern der letzten Jahre kamen die Spieler, die Jugend und deren Eltern, kaum ein paar Freunde. Man war unter sich. Der Aufwand war groß, gelohnt hat er sich allenfalls ideell, auf keinen Fall finanziell. Und treffen tun sich Kinder und Eltern häufig genug, beim Training und Spiel.

Und dennoch hätte man eine solche Familienfeier ausrichten können. Aber wer? Der Vorsitzende Mike Krüger ist mehr oder weniger auf sich allein gestellt und hat so schon mehr als genug um die Ohren. Der Vorstand ist nicht komplett, immer weniger wollen mit anpacken.

Ein Problem von Krüger? Nein, ein Ratinger Problem! Seit mehr als 35 Jahren. Nur selten wurde in Ratingen überhaupt ein Vorsitzender gefunden, oft genug mussten sie in Düsseldorf oder Krefeld gesucht werden. Nur Schmitz-Audeck, Schäfer und Weiser waren echte Ratinger, alle anderen – Dommel, Lange, Teusch, Odenthal und Krüger – waren anderenorts verwurzelt.

Die Aliens spielen in der kommenden Saison in einer Top-Liga. Ohne mehr Unterstützung für Mike Krüger möglicherweise aber nicht sehr lange.

(RP)