Leichtathletik: Krayer läuft elf Stunden in Südafrika

Leichtathletik : Krayer läuft elf Stunden in Südafrika

Der Athlet des TuS-Lintorf startete beim Comrades-Marathon und lief 87 Kilometer.

(asch) Bernd Krayer, Leichtathletik-Chef des TuS Breitscheid, hat schon viele Ultramarathons bestritten und stellt sich immer neuen Herausforderungen über diese extreme Laufdistanz. Nun erfüllte er sich einen besonderen und Traum und nahm am Comrades Marathon in Südafrika teil. Dieser Wettbewerb ist der traditionsreichste Ultramarathon weltweit und wird seit fast 100 Jahren ausgetragen. In diesem Jahr verlief der 87 Kilometer lange „up-run“ mit rund 2000 Höhenmetern von Durban bis Pietermaritzburg. Unter den rund 25.000 Teilnehmern aus rund 100 Nationen waren 60 deutsche Läufer.

Gestartet wurde morgens in der Dunkelheit um 5.30 Uhr bei noch kühler Temperatur, nachdem die Nationalhymne und das Lied „Shosholoza“ gesungen wurden. „Shosholoza“ ist das Zulu-Wort für „Mutig nach vorn schauen“ – ein passendes Motto zum Start. Ab den Mittagsstunden wurde es dann deutlich wärmer. Die Strecke war durchweg von sehr vielen Zuschauern gesäumt, die die Läufer anfeuerten.

Neben den steigenden Temperaturen waren bekannte Anstiege wie Bothas Hill oder Polly Shotts, die sich bis zu 2,5 km ununterbrochen bergauf zogen, eine Herausforderung. Da wurde es für manchen schwer, rechtzeitig die Zwischenziele zu erreichen. Wer hier zu wer zu spät ankam, wurde aus dem Rennen genommen. Zielschluss war nach zwölf Stunden und wer nur eine Sekunde später die Ziellinie überquerte, kam nicht in die Wertung.

Bernd Krayer lief die Strecke gemeinsam mit seinem Arbeitskollegen Markus Latz, der diesen Lauf nun schon zum fünften Mal absolvierte. Beide waren immer sicher innerhalb der cut-offs und erreichten glücklich nach 10:58:59 Stunden das Ziel, was beiden eine Bronze-Medaille einbrachte. „Das Motto des Comrades Marathons war in diesem Jahr ‚Sizonqoba‘, was übersetzt so viel heißt wie ‚gemeinsam schaffen wir es‘“ erklärt Krayer. „Markus und ich können das nur bestätigen. Das hier ist wirklich der größte Ultramarathon der Welt und ein absolutes Highlight.“

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