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Fußball: Kawohl fehlt, prompt klingelt es

Fußball : Kawohl fehlt, prompt klingelt es

Sie waren krasser Außenseiter, doch am Ende waren sie der große Verlierer. Sie mit 1:2 (0:1) knapp unterlegen, aber eben nur vom Ergebnis her. Und das ärgerte Trainer Rosario Sparacio, denn seine Mannschaft hatte eigentlich einen Punkt verdient. Und sie hatte auch durchaus Gelegenheiten, um ihn mitzunehmen.

Bereits der Pausenrückstand war mehr als nur ärgerlich. Und zumindest zwei unglückliche Dinge kamen zusammen. An der Außenlinie musste Henning Kawohl behandelt und ausgewechselt werden. Und nur wenige Sekunden später fehlte der Abwehrchef an allen Ecken und Kanten. Torhüter Omar El-Shair ließ einen Schuss abprallen, den er durchaus hätte festhalten können. Die Gastgeber kamen mit der zweiten Welle über Aueßn, bei der Flanke herrschte keine Ordnung, die SSVg lag zurück. Zu diesem Zeitpunkt völlig überraschend, denn es war das erste Mal, dass die Gastgeber gefährlich nach vorne gekommen waren.

"Wir hatten bis dahin nichts zugelassen", ärgerte sich Rosario Sparacio. "Aber uns fehlte der letzte Biss." Dabei dachte er wohl an die guten Konterchancen über Deniz Göksu. All das sagte er seinen Spieler und sprach ihnen in der Halbzeit Mut zu. Aber er zog auch die Konsequenzen, brachte für Torhüter El-Shair die Nummer zwei, Jürgen Brückner. Und mit dem angeschlagenen Hidayet Aydogan seinen Torjäger.

Das zahlte sich aus. Als Philipp Horn in der eigenen Hälfte einen Zweikampf gewinnt und Aydogan auf die Reise schickt, zieht er auf und davon und trifft ins lange Eck. Drei Minuten später flankt der starke Göksu, Aydogan ist mit dem Kopf zur Stelle, hat aber Pech, denn er trifft nur den Pfosten. Die Heiligenhauser scheinen dem Sieg nahe.

Der Schreck fährt den Gästen jedoch in die Glieder, als der unerfahrene Jürgen Brückner, der Torhüter aus der A-Jugend, einen Elfmeter verursacht. Aber der Junior, der zweite im Team neben Enez Aktas, macht seinen Fehler umgehend wieder gut und pariert.

Umso ärgerlicher, was sich seine Vorderleute eine Viertelstunde vor Schluss leisten. Sie schieben sich den Ball am Strafraum hin und her, verlieren ihn und wissen sich nur durch ein Foul zu helfen. Freistoß, Kopfball, Tor – Arminia Klosterhardt gewinnt eine Begegnung mit großzügiger Unterstützung der Niederbergischen.

"Das war ganz bitter", meinte Rosario Sparacio. "Einen Punkt hätten wir mindestens mitnehmen müssen. Auf der anderen Seite hat mir die spielerische Leistung Mut gemacht. Wenn wir so weiter machen, können wir unser großes Ziel durchaus erreichen. So ist der Klassenerhalt durchaus drin."

(peer)