Julia Holzmann schafft es zweimal unter die Top-Ten Deutschlands

Leichtathletik : Julia Holzmann gehört zu Deutschlands Besten

Die Ratingerin belegte im Dreisprung der Altersklasse U 18 Rang sechs und kam im Weitsprung auf Platz sieben.

Es war sicherlich kein einfaches Wochenende dem sich die jungen Sportler der Altersklassen U 18 und U 20 jetzt stellten. Bei den Deutschen Meisterschaften in Ulm hatte die Elite der Nachwuchs-Leichtathleten, unter ihnen die Ratinger Sportlerin Julia Holzmann (U 18), mit zahlreichen Wetterkapriolen zu kämpfen. Sengende Hitze, Regenschauer, Blitz und Donner bildeten den Rahmen.

Die Besten aus ganz Deutschland schien das allerdings unbeeindruckt zu lassen, obwohl einige Wettkämpfe zwischenzeitlich verschoben werden mussten. Julia Holzmann vom TV Ratingen zumindest, die mit ihrer Familie und Trainer Klaus Suhl angereist war, zeigte sich zuversichtlich und lieferte gar neue Bestleistungen ab. Im Vorfeld hatte sich die Ratingerin für den Drei- und Weitsprung qualifiziert sowie für den 200 Meter-Lauf und — gemeinsam mit ihren Kolleginnen Lela da Costa, Fenja Koth und Jana Barluschke — für die Staffel U 20 über 4x100 Meter.

Am ersten Wettkampftag startete die junge NRW-Kaderathletin bei Dauerhitze mit dem Dreisprung: Bereits bei ihrem ersten Sprung kam Holzmann bis auf einen Zentimeter an ihre Bestleistung heran. Die 11,80 Meter reichten am Ende in einem starken Teilnehmerfeld für Platz sechs. Am Tag darauf folgte bei Dauerregen, Blitz und Donner sowie einer Unterbrechung des Wettkampfs, der Weitsprung. Hier behielt die ehrgeizige Sportlerin einen kühlen Kopf, ließ sich durch die Verzögerung im Zeitplan keineswegs beirren und rief mit 5,85 Metern eine ihre neue Bestleistung ab. Der Jubel war riesig, die Belohnung auch: Als beste NRW-Athletin kam Holzmann mit einem beachtlichen siebten Platz erneut unter die besten zehn der deutschen Athleten.

Am letzten Tag schließlich trat Holzmann mit ihren Teamkolleginnen zum Staffellauf an – verbunden mit dem Traum, ebenfalls eine Top-Ten-Platzierung zu erreichen. Zum 200-Meter-Lauf war sie, mit Rücksicht auf die Staffel, nicht angetreten, da dieser am selben Tag stattfand. Die Anspannung vor dem Startschuss war groß. Bis zur zweiten Kurve lief das Rennen gut für das Ratinger Team, doch dann verloren die Sportlerinnen das Staffelholz, Folge; Das Team wurde disqualifiziert und die Enttäuschung war enorm. „Es ist mehr als schade, dass das Staffelholz nicht über die Ziellinie gebracht werden konnte und somit das anvisierte Ziel nicht erreicht wurde“, sagte Trainer Klaus Suhl zusammenfassend.

Vor allen Dingen vor dem Hintergrund der monatelangen Vorbereitung sei ein solcher Wechselfehler ärgerlich. „Wir müssen anhand der Videoaufnahmen auswerten, wo der Fehler lag. So ganz verstehen wir es noch nicht, auch die Athletinnen können es sich nicht erklären.“ Petra Lauret, Abteilungsleiterin des TV Ratingen, zog dennoch ein sehr positiveres Wettkampf-Fazit: „Man muss sich immer vor Augen halten, welch großen Einsatz und Trainingsfleiß, welche Energie und Zeit sowie Ansporn es braucht, zu den besten Einzelkämpferinnen und Staffelteams Deutschlands zu gehören. Da ist allein die Qualifikation für jede Meisterschaft für den TV Ratingen einfach sensationell.“

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