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Jörg Schomburg geht beim TV Ratingen ins zweite Jahr als Trainer

Handball : Schomburg fühlt sich pudelwohl beim TV

Seit fünf Jahren ist der heute 37-jährige Jörg Schomburg bei den Ratinger Handballern, die er nun im zweiten Jahr trainiert. Max Eich ist ist der erste Neuzugang des Verbandsligisten, der hofft, Mitte des Monats wieder in die Halle zu können.

Es ist jetzt fünf Jahre her, da tauchte Jörg Schomburg am Europaring beim TV Ratingen auf. Er bat den damaligen Übungsleiter Ralf Trimborn, am Handballtraining teilnehmen zu dürfen. Die Grün-Weißen erkannten dabei gleich, welch ein versierter Spieler mit hartem Wurf, mit geschultem Auge und geschicktem Mannschaftsverhalten da auf der Matte stand. Dessen Platz als Mittelmann in der ersten Sechs des Verbandsligisten war schnell gesichert, und jetzt geht es für den inzwischen 37 Jahre alten Lehrer der Lintorfer Johann-Peter-Melchior-Schule ins zweite Trainerjahr.

Es gibt bis auf Lars Friedrichs und Tobias Demming, die beiden Nachwuchsspieler zog es nach Lintorf, keine Abgänge. Ein ganz deutliches Zeichen, welch gute Trainingsarbeit Schomburg bisher leistete. Zusammen freilich mit seinem Kumpel Chris Schweinsberg, der in etwa gleichberechtigt ist, aber aktiv mitspielt, wenn es erforderlich ist. Und einen wertvollen Neuzugang gibt es auch. Das ist Max Eich, er wohnt in Neuss, ist Linkshänder und hat zuletzt pausiert. Da weilte der 27-Jährige beruflich bedingt in Dubai. Die TVer Marco Sobotta, Fabian Pani und Thomas Hanneken spielten einst mit ihm zusammen beim Neusser HV, die Kontakte blieben erhalten, und sie lotsten nun ihren alten Kumpel an den Europaring. „Die ersten Trainingseinheiten waren durchaus beeindruckend“, so Schomburg. Nun hofft der Trainer, dass es bald in die Halle geht, dass bald richtiges Mannschaftstraining stattfindet. Noch befindet sich wegen der Corona-Krise das Trainingsgelände neben dem Stadion, auf dem TV-Platz. „In der zweiten Ferienhälfte, so Mitte Juli, sollte es mit der Vorbereitung richtig losgehen, und dann hoffentlich in der Halle.“

Schomburg ist ein Kind des Ruhrgebiets. Dort ist er aufgewachsen, seine Eltern und viele Freunde leben dort. Von Jugend an spielte er in Recklinghausen und Gladbeck, dann folgte der beruflich bedingte Umzug nach Düsseldorf. Die Fahrerei über das stets vollgestopfte Breitscheider Kreuz und dann im dicksten Berufsverkehr weiter über die ebenfalls immer überfüllte A 2 um Oberhausen herum wurde ihm irgendwann lästig. Deshalb, in der Sommerpause, fuhr er auf Anraten seines alten Kumpels und damaligen Gegenspielers Niklas Vogel zum TV Ratingen. Schomburg, der Siebenmeter-Spezialist mit hart plaziertem Wurf, fühlte sich gleich pudelwohl. Die Platzordnung in der Kabine war auch schnell geklärt, neben den Beckmann-Brüdern und Simon Krämer. Alles Ur-TVer. „Wer sich neben solch tollen Handballern nicht wohlfühlt, dem ist einfach nicht zu helfen“, so seine Erinnerungen von einst. Krämer spielt inzwischen keinen Handball mehr, aber neben den „Beckmännern“ ist auch heute noch sein Kabinenplatz.

Die letzte Saison lief längst nicht so, wie es sich der 37-Jährige vorgestellt hatte. Platz sechs, das geht noch, aber 17:22 Punkte, die geben ihm immer noch zu denken. „Das muss besser werden, erheblich sogar“, so Schomburg. „Und vor allem die Heimspiele. Dennoch, in dieser Liga kann jeder jeden schlagen. Es wird auch diesmal keine leichten Spiele geben.“ In seiner Freizeit ist er viel mit Chris Schweinsberg zusammen, die beiden Junggesellen wohnen in Düsseldorf.