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In der Verbandsliga schlägt der TuS 08 Lintorf den HSV Dümpten 32:22

Handball : Lintorf dreht nach der Pause auf

Aus einem 12:11 zur Halbzeit macht der TuS 08 Lintorf gegen den HSV Dümpten noch einen 32:22-Kantersieg. Damit sind die Gastgeber zurück im Konzert der Top-Teams in der Verbandsliga. Am Sonntag müssen die Lintorfer bei Schlusslicht Schwarz-Weiß Essen nachlegen.

( Tim Bauerfeld ist in der Handball-Verbandsliga einer der besten Abwehrspieler. Da beherrscht der 31-jährige Lintorfer rundherum alles, was unabdinglich ist, auch die unumgängliche Härte im sportlichen Rahmen. Aber sobald der Abpfiff ertönt, dann ist Bauerfeld ein rundherum netter Sportler. Immer bereit zur Auskunft, man hört einfach gerne hin, was der Angestellte der Stadt Essen so zu sagen hat. Etwa zum 32:22-Kantersieg über HSV Dümpten: „In der ersten Hälfte waren wir wirklich nicht gut. Wir haben auch gemerkt, dass die Zuschauer unzufrieden sind. Das zwang uns einfach zur Steigerung, und dann gelang der Heimsieg in dieser Höhe.“

Sein TuS 08 ist jetzt, wie erwartet, wieder dabei im im Konzert der Spitzenteams. Dass Dümpten keine echte Gefahr bedeutete, war ein Produkt der Startphase in Halbzeit zwei, als sich die Lintorfer bei 12:11 zur Pause mit acht Toren absetzten. Dann plätscherte das Match so dahin. Dümpten hatte nichts mehr zu bestellen, Lintorfs Trainer Markus Wölke gab all seinen Schützlingen Spielanteile. Einer half aus: Janis Löwenstein. Der 24-Jährige versicherte aber, dass kein Comeback ansteht. „Ich habe gerne geholfen, mehr nicht“, sagte der junge Wuppertaler. Manager Kalle Töpfer hatte vor diesem Spiel  den kommenden Gegner Schwarz-Weiß Essen an der Gothaer Straße beobachtet. Einen Kommentar dazu wollte er nicht abgeben, nur: „Wenn wir den Ball schnell laufen lassen, so wie hier gegen Dümpten, dann spielen wir guten Handball. So soll es auch am Sonntag in Essen laufen.“

  • Für Tristan Beckmann (am Ball) und
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Trainer Wölke war happy: „Die zweite Halbzeit war effektiver Handball. Aber mir soll keiner kommen, das Spiel am Sonntag in Essen sei leicht. Ich bin da immer ganz vorsichtig.“ Gelobt wurden die rund 140 Zuschauer von den jungen Düsseldorfer Schiedsrichtern Tristan Felks und Timo Sobotta. Ihnen habe es Freude bereitet, wie sie erklärten, vor einem solch objektiven Publikum das Spiel zu leiten. Die beiden machten ihre Sache vorzüglich. Mit etwas Trauer verfolgte Kai Klause dieses Match. Der 22-Jährige muss mit seiner Fußverletzung doch länger pausieren als erwartet.

TuS 08: Hallfeldt, Töpfer - Jan Klause 3, Friedrich, Pfeiffer 1, Lenzen 3, Bauerfeld 3, Wentzel 6/3, Sruck 1, Diemers 1, Lesch 6, Obermayer 2, Löwenstein, Thole 6.

(wm)