Eishockey: Ice Aliens überraschen mit Auswärtssieg

Eishockey: Ice Aliens überraschen mit Auswärtssieg

Aufgrund eines Fehlers im Eis dauert das Spiel sehr lange, doch der Eishockey-Regionalligist gewinnt in Neuwied 3:2.

Fast wäre er noch buchstäblich in Wasser gefallen, der Auswärtssieg der Ice Aliens beim EHC Neuwied: 15 Sekunden waren noch zu spielen im zweiten Drittel, die Außerirdischen führten überraschend 3:1 beim Titelkandidaten, da zerbrach plötzlich das Eis an einer Stelle. Und weil die Eisschicht im „IceHouse“ sehr dünn ist, war an Weiterspielen zunächst nicht zu denken. Schiedsrichter Stromberg schickte die Teams in die Kabine, die Feuerwehr rückte an und bekämpfte das Loch mit einem CO2-Feuerlöscher – und nach einer guten halben Stunde war das Loch geflickt. Die Aliens blieben nach der Zwangsunterbrechung konzentriert und fuhren mit viel Kampfgeist den 3:2 (0:1, 3:0, 0:1)-Erfolg nach Hause.

„Das war eine tolle Leistung der Mannschaft, die sich selber für ein taktisch sehr gutes Spiel belohnt hat“, betonte Trainer Krystian Sikorski. Schon am Freitag bei der 2:5-Niederlage hatte er ein gutes Spiel seiner Mannschaft gesehen: „Mir war klar, dass wir uns an diesem Wochenende mit Punkten belohnen würden.“

Ohne die beiden Brazda-Brüder, ohne Christian Müller, mit nur vier Verteidigern und acht Stürmen boten die Ratinger dem großen Neuwieder Kader Paroli, gerieten aber im ersten Drittel in Rückstand durch den starken Kanadier Michael Jamieson. Doch auch die Aliens haben jetzt einen „echten“ Kontingentspieler, der auch Tore schießen kann: Michal Plichta brach nach 48 Sekunden im zweiten Drittel den Bann mit einem platzierten Schuss ins kurze Eck. Die Aliens legten nach mit einer engagierten Abwehr und zwei Kontertoren durch Marvin Cohut und Dustin Schumacher.

  • Drei Punkte am Wochenende : Sieg und Niederlage für die Ice Aliens

Nach der Unterbrechung mussten beide Teams wieder ins Spiel kommen, und die Aliens gerieten nun mehr unter Druck. Felix Zerbe im Ratinger Tor hatte gut zu tun, zwölf Minuten vor Schluss kassierte er doch das 2:3 durch Sven Schlicht. Allerdings blieben die Aliens in der Defensive stabil und schaukelten den Sieg nach Hause.

In der Tabelle finden sich die Ice Aliens nun auf Rang vier wieder. „Und ich merke, dass die Mannschaft immer besser wird“, sagte Sikorksi. „Dieses Spiel war ein wichtiger Schritt für uns. Ich denke, in den nächsten Wochen kann man unsere wirkliche Leistungsstärke endlich sehen.“ Über die längere Pause aufgrund des Eisfehlers war der Trainer gar nicht mal so unglücklich: „So konnten sich meine Abwehrspieler, die nur zu viert waren, wieder regenerieren.“

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