Eishockey: Ice Aliens treffen auf „Schießbude“

Eishockey: Ice Aliens treffen auf „Schießbude“

Heute Abend (20 Uhr) spielt der Eishockey-Regionalligist gegen die Löwen Frankfurt. Nur – in welcher Besetzung?

Der Donnerstag Abend ist für Krystian Sikorski immer ein bisschen wie Weihnachten. „Das Überraschungs-Ei“ nennt der Trainer der Ratinger Ice Aliens in dieser Saison die letzte Trainingseinheit vor dem Spiel-Wochenende: Dann erst erfährt der Coach des Eishockey-Regionalligisten immer, wer bei den Spielen dabei ist. „Es ist in dieser Saison wirklich schwer, ständig fallen Spieler aus“, sagt Sikorski. Immerhin gibt es an diesem Wochenende nur ein Spiel für die Aliens – und das gegen die, wie Sikorski sagt, „Schießbude der Liga“.

Das ist nicht einmal untertrieben. Die Ratinger treffen heute (20 Uhr) auf die Zweitvertretung der Löwen Frankfurt, die mit acht Niederlagen aus acht Spielen abgeschlagen auf dem letzten Platz rangieren. 59 Gegentore kassierten die Hessen in den acht Partien, das macht einen Schnitt von über sieben Treffern pro Spiel. 

Doch auch das Spiel am vergangenen Wochenende in Lauterbach war auf Papier eine leichte Aufgabe – und sah bei 1:5 tief im letzten Drittel ganz anders aus. Bis dann die furiose Aufholjagd, gekrönt vom letztendlichen 6:5-Sieg, folgte. „Sowas muss ich aber nicht jede Woche haben“, betont Sikorski. Und in Lauterbach traten die Aliens eben mit einem ausgedünnten Aufgebot an, was den Kreis zum Überraschungs-Training am Donnerstag schließt. „Ich weiß noch nicht, wer dabei sein wird“, betont Sikorski. Kontingentspieler Nick Pitsikoulis könnte vielleicht wieder dabei sein. Der Griechen-Kanadier, dem bei einem Fahrrad-Unfall eine Rippe gebrochen wurde, ist seit dieser Woche wieder im Training. „Ob es aber für Frankfurt reicht, weiß ich nicht“, sagt Sikorski. „Ich möchte ihn auch nicht zu früh wieder bringen. Er hat immerhin noch einen Trainingsrückstand.“

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Es gibt noch einige andere, die auf der Kippe stehen. Zum Beispiel Marvin Cohut, der schon in Lauterbach fehlte und sich am Mittwoch den Fuß im Training verdrehte. Oder Steffen Traut, der auch nicht fit ist. Haiko Hirsch, einer der Routiniers im Kader, wird definitiv fehlen.

„Wir müssen, egal in welcher Besetzung, an den Auftritt des letzten Drittels in Lauterbach anknüpfen“, betont Sikorski. „Auch wenn es uns der Gegner natürlich leicht gemacht hat. Bei 5:1 darfst du nicht sorglos weiter nach vorne stürmen, wir wurden immer stärker und Lauterbach wollte weiter mitspielen. Das ging dann schief.“

So eng soll es aber gegen die Löwen nicht werden. „Wir haben am Dienstag vor dem Training eine Stunde miteinander gesprochen“, sagt Sikorski. „Ich hoffe, dass die Aufholjagd die Mannschaft noch mehr zusammen geschweißt hat, ihr ein bisschen Selbstvertrauen gegeben hat. Das können wir gut gebrauchen, auch wenn vier Siege und vier Niederlagen jetzt auch keine dramatische Bilanz sind.“ Der Trainer weist jedoch darauf hin, dass andere Teams ihre Spiele mit den Kontingentspielern leicht entscheiden können. „Wir schießen fünf Tore in Diez, doch das reicht nicht“, sagt er. Die Angst muss er gegen Frankfurt immerhin wohl nicht haben.