Lokalsport: Ice Aliens schleppen sich in die Pause

Lokalsport : Ice Aliens schleppen sich in die Pause

Vor dem Heimspiel heute gegen Lauterbach weiß Trainer Alexander Jacobs noch nicht, welche Spieler gesund sind.

Alexander Jacobs dürfte momentan ein kleines Déjà-vu erleben - allerdings kein wirklich schönes. Die Ratinger Ice Aliens empfangen heute (20 Uhr) die Luchse Lauterbach zum letzten Spiel des Jahres in der Eishockey-Regionalliga. Und wie schon im Hinspiel vor knapp zwei Monaten stellt sich dem niederländischen Coach die Personalfrage. Damals waren es eine Grippewelle und Verletzungen aus dem Spiel gegen den EHC Neuwied, die einige Spieler des amtierenden Meisters zu einer Pause zwangen. Auf der Zielgeraden der Hauptrunde zeichnet sich kurz vor Weihnachten eine ähnliche Situation ab.

"Im letzten Spiel gegen Soest haben wir bereits mit nur zwölf Leuten gespielt. Viele Spieler sind verletzt oder krank. Ich muss abwarten, was für eine Mannschaft mir gegen Lauterbach überhaupt zur Verfügung steht", sagt Jacobs. Die Liste der Wackelkandidaten ist lang: Darauf sind beispielsweise Tim Brazda, Stepan Kuchynka, Benjamin und Maurice Musga zu finden. Der Einsatz weitere Spieler ist fraglich.

Die Pause über Weihnachten und Neujahr kommt den Ice Aliens also wie gerufen. Entspannt wird die Zeit ohne Eishockey für Verantwortliche und Spieler sowieso, denn das erste Zwischenziel haben die Außerirdischen längst erreicht. Die Teilnahme an der Meisterschaftsrunde ist den Ratingern nicht mehr zu nehmen, das Spiel gegen Lauterbach hat demnach nur noch rein statistischen Wert. "Trotzdem wollen wir unser letztes Heimspiel in diesem Jahr unbedingt gewinnen, auch für unsere Fans. Gleichzeitig gilt es, in der Tabelle den ersten Platz zu behaupten", sagt Jacobs.

Auch die Ansetzung des Spiels wenige Stunden vor Heiligabend stört den Bandenchef dabei nicht: "Das gehört dazu. Viele Menschen haben schon frei und können uns dann in der Eishalle unterstützen." Sportlich verspricht das Duell eine enge Partie. Im Hinspiel verspielten die Ice Aliens eine Führung und retten sich ins Penaltyschießen, das sie am Ende dank zweier Treffer von Alexander Schneider gewannen. "Lauterbach ist vor allem in der Offensive gefährlich. Wir müssen ihre Stürmer genau im Auge behalten und dürfen sie nicht ins Spiel kommen lassen",´betont Jacobs.

Gemeint dürfte damit in erster Linie Kenneth Matheoson sein. Der kanadische Import der Luchse steuerte in der Hauptrunde in 14 Spielen bereits 21 Tore und 14 Assists bei. Auch im Hinspiel Aliens erzwang Matheoson mit einem Doppelpack das Penaltyschießen. "Wir haben das erste Spiel gegen Lauterbach gewonnen. Sie sind schlagbar und unter normalen Umständen sind wir besser", meint Jacobs. Alle Jugendlichen, die jünger als 15 Jahre sind, erhalten gegen Vorlage ihres Ausweises freien Eintritt. Zudem findet nach der Partie die Versteigerung der eigens für das Spiel gegen Lauterbach entworfenen Weihnachtstrikots der Ice Aliens statt.

(new)
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