Lokalsport: Ice Aliens: Noch drei Siege bis zum Titel

Lokalsport : Ice Aliens: Noch drei Siege bis zum Titel

Heute (20 Uhr) beginnt das Play-off-Finale der Regionalliga West gegen Hamm. Sonntag (18 Uhr) geht's am Sandbach weiter.

Die Pflicht ist erfüllt - für die Ratinger Ice Aliens kommt jetzt das Sahnehäubchen. "Wir wollten unbedingt ins Play-off-Finale", sagt Stürmer Milan Vanek. "Alles, was jetzt noch kommt, ist Bonus." Und der Bonus beginnt heute um 20 Uhr mit dem ersten Finalspiel der Regionalliga West bei den Hammer Eisbären. In maximal fünf Spielen wird der Meister ermittelt - Spiel zwei der Serie steigt am Sonntag (18 Uhr) am Ratinger Sandbach.

"Wir sind völlig heiß, aber das hat man ja in den letzten drei Spielen gegen Herford schon gemerkt", sagt Vanek. Am Tschechen und seiner Sturmreihe ist der Aufschwung besonders gut festzumachen: Beim 7:3 in Hamm erzielte die erste Reihe (in der in Überzahl Benjamin Hanke spielt) sechs der sieben Tore; beim finalen Spiel am Sandbach waren es drei von fünf. "Letztlich ist aber egal, wer die Tore macht", betont Vanek, der in den letzten beiden Spielen viermal traf. "Auch unsere Verteidiger sind in Top-Form. Letztlich ist das Toreschießen ja eine Mannschaftsleistung."

So eng die Serie gegen Herford mit drei Siegen nach einem 0:2-Rückstand war - Hamm wird noch einmal eine Stufe härter. "Ich habe Hamm schon vor der Saison als die am besten besetzte Mannschaft gesehen", betont Trainer Alexander Jacobs. "Und gegen Ende der regulären Saison und in den Play-offs haben sie das dann unter Beweis gestellt: In den bisherigen Serien gegen Dinslaken und Neuss brauchten die Eisbären jeweils nur die Mindestanzahl an Spielen und zogen ohne Niederlage in das Finale ein. "Das wollen wir natürlich ändern", sagt Vanek. "Unser Ziel ist es natürlich, möglichst gleich den ersten Sieg einzufahren." Der Ratinger Routinier glaubt ohnehin nicht, dass die Serie über die volle Distanz von fünf Spielen gehen wird. "Ich denke, eine Mannschaft wird den Titel vorzeitig klarmachen. Und ich hoffe ganz stark, dass wir das sein werden."

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Worauf kommt es gegen Hamm an? "Wir müssen vor allem unser Spiel spielen", betont Jacobs. Vanek fügt an: "Der Trainer stellt uns mit einer Taktik hervorragend auf die Spiele ein. Wir müssen cool bleiben, dürfen uns nicht von irgendwelchen Emotionen anstecken lassen und vor allem müssen wir unser System runterspielen. Dazu gehört auch, gegen Hamm auch mal auf den Mann zu gehen."

Trainer Jacobs erwartet vor allem sehr enge Spiele. "Wir haben bis auf eine deutliche Niederlage in Hamm immer sehr ,close games' gehabt, die wir zum Glück meist gewonnen haben", sagt der Niederländer. "Ich gehe davon aus, dass es im Finale nicht anders sein wird. Wenn wir uns an den Plan halten, haben wir gute Möglichkeiten. Mit einzelnen Hammer Spielern habe ich mich jedenfalls nicht beschäftigt, da ist keiner dabei, der so herausragt, dass wir von unserem Konzept abweichen müssen."

Personell sieht es am Sandbach weitgehend gut aus - wären da nicht die beiden Sperren, die sich zwei Verteidiger gegen Herford eingefangen haben. So sind Simon Migas und Philipp Hoth im ersten Finalspiel gesperrt. "Das ist ärgerlich, aber wir haben noch Thomas Müller, der seine Sache immer sehr gut gemacht hat." Und am Sonntag sind die Außerirdischen schon wieder komplett - dann, so hoffen Spieler und Trainer, wieder vor großer Kulisse. Der Verein hat die Ticket-Aktion (zwei Erwachsene und mindestens ein Kind für zehn Euro Eintritt) fortgesetzt.

(RP)
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