Eishockey: Ice Aliens müssen sich noch steigern

Eishockey : Ice Aliens müssen sich noch steigern

Der Eishockey-Regionalligist sucht noch nach der nötigen Konstanz in seinem Spiel. Zu oft schwanken noch die Leistungen der Mannschaft in der Hauptrunde - wie zuletzt auch gegen Neuwied und Soest.

Bei den Ice Aliens ist so einiges neu in diesem Dezember - auf und neben dem Eis. In den sozialen Medien sorgt der Eishockey-Regionalligist beispielsweise mit der laufenden Versteigerung seiner Weihnachtstrikots für Aufsehen. Oder mit der erst kürzlich veröffentlichten Mannequin-Challenge, ein Internet-Hype, bei dem Menschen in einem Video teilweise in lustigen Posen einfrieren und wie Wachsfiguren wirken. Auf der Eisfläche tummeln sich mit Maurice Becker und den Brazda-Brüdern dagegen seit kurzem wieder neue, alt bekannte Gesichter in den Reihen der Ratinger.

Genau dort, eben auf jener Eisfläche, läuft es für die Aliens aber mal mehr und mal weniger rund - trotz Platz eins in der Tabelle. Neu ist beim amtierenden Meister nämlich auch, dass die Konstanz in der Hauptrunde fehlt. Das jüngste Beispiel: Auf eine 3:4-Heimniederlage nach Penaltyschießen gegen den EHC Neuwied folgte ein souveräner 5:1-Sieg bei der Soester EG. "Die Liga ist ausgeglichener geworden", erklärt Benjamin Musga, der wegen einer Erkältung im Ratinger Aufgebot fehlte. "Es sind auch viele kleine Faktoren. Mal fehlen verletzte, kranke oder beruflich verhinderte Spieler und mal einfach auch das Glück", sagt Kapitän Dennis Fischbuch.

Mittlerweile haben die Ice Aliens in 19 Spielen bereits sechs Niederlagen kassiert. Zur Erinnerung: Im Vorjahr war es nur eine Pleite in der gesamten Hauptrunde. "In der letzten Saison haben wir die Spiele zu diesem Zeitpunkt zwar gewonnen, spielerisch aber auch noch nicht überzeugt", meint Fischbuch. An das, was folgte, erinnern sie sich in Ratingen aber gerne zurück: Mit einer kontinuierlichen Leistungssteigerung wurde der Titel an den Sandbach geholt.

So soll es auch in diesem Jahr gelingen - mit einfacher Prozentrechnung. "Wir müssen uns noch in allen Bereichen steigern. Jetzt sind wir bei 70 bis 80 Prozent. Im Januar sollten es dann mindestens 90 sein, damit wir in der entscheidenden Phase im Februar und März 100 Prozent abrufen können", erklärt Fischbuch. Ein entscheidender Faktor auf den Weg dorthin könnten die Verstärkungen in Person von Becker und den Brazda-Brüdern sein. "Das sind drei gute Jungs. Sie bringen frischen Wind in die Kabine und spielerisch geben sie uns noch einen Schub nach vorne", betont Fischbuch.

Die Niederlage gegen Neuwied konnten aber auch Tore von Becker und Tim Brazda nicht verhindern, weil die Ice Aliens drei Gegentore in eigener Überzahl kassierten. "Das darf uns einfach nicht passieren", sagt Fischbuch. Beim "Pflichtsieg" in Soest zeigten die Ratinger dann - wie zuletzt schon häufiger - die passende Reaktion nach einer Niederlage. Mit einem kleinen Kader von nur zwölf Feldspielern verteidigte die Mannschaft von Trainer Alexander Jacobs vor dem Jahresfinale am Freitag gegen die Luchse Lauterbach die Tabellenführung. Und damit bleibt aus Sicht der Aliens auch in diesem Dezember zumindest eine Sache beim Alten.

(new)
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