Eishockey: Ice Aliens kassieren 13 Gegentore

Eishockey : Ice Aliens kassieren 13 Gegentore

In den Spielen gegen Neuwied und Hamm setzt es für den Eishockey-Regionalligisten zwei bittere Niederlagen.

Zwei Niederlagen, 13 Gegentore – das Wochenende mit den Spielen gegen die beiden Top-Teams der Liga endete für die Ratinger Ice Aliens in großer Ernüchterung. Gab es am Freitag gegen Neuwied im Heimspiel noch ein knappes und unnötiges 5:7 (3:3, 1:3, 1:1); kassierten die Außerirdischen in der Eishockey-Regionalliga am Sonntag ein ernüchterndes 1:6 (1:3, 0:2, 0:1) bei Spitzenreiter Hamm.

Gegen Neuwied reichten den Ratingern ganze fünf Spielminuten, um die Partie aus der Hand zu geben. So lange dauerte nämlich die überflüssige Spieldauer-Strafe, die Tobias Brazda kurz nach Wiederbeginn kassierte – und während derer die Gäste aus Neuwied gleich drei Tore schossen.

Der Stürmer erwies seiner Mannschaft damit einen Bärendienst. Denn bis dahin hatten die Ratinger gegen Neuwied erstaunlich gut mitgehalten. Nach dem frühen Rückstand drehten die Außerirdischen, angeführt vom starken Tim Brazda, die Partie und gingen gar selbst in Führung. Beim 1:1 bediente Brazda Alexander Brinkmann, das 2:1 erzielte er mit einem ganz platzierten Schuss ins kurze Eck. Und selbst zwei schnelle Gegentreffer beantworteten die Ratinger wieder: Tim Brazda tankte sich durch, der Abpraller landete bei Brinkmann.

Nach den drei Gegentoren zum 3:6 war die Luft jedoch erst einmal raus. Eine doppelte Überzahl verpuffte, Sven Gotzsch brachte Ratingen mit einem Distanzschuss immerhin auf 4:6 heran. Kurz keimte Hoffnung auf, als Tim Brazda seine hervorragende Leistung im Schlussabschnitt mit dem 5:6 krönte. Doch fast im Gegenzug trafen wieder die Gäste – und das Spiel plätscherte dem Ende entgegen. Die Aliens versuchten es zwar noch einmal mit einer Auszeit und nahmen den sehr starken Torhüter Felix Zerbe vom Eis – Tore wollten jedoch keine mehr fallen.

„Die Strafzeit hat uns ein wenig das Genick gebrochen“, sagte Trainer Sikorski. Der „Übeltäter“ Brazda beteuerte jedoch, das Foul sei keine Absicht gewesen. „Wir sind zusammengeprallt, ich bin dann zum Wechseln gefahren. Als er liegen blieb, bin ich ja sogar hin und habe mich erkundigt. Ich habe mich sehr über die Strafe gewundert“, sagte er.

Zudem gab es eine weitere Hiobsbotschaft: Tim Brazda hatte sich gleich zu Beginn der Partie verletzt und weitergespielt (er erzielte gegen Neuwied angeschlagen einen Hattrick), am Sonntag in Hamm fielen beide Brüder aus. So liefen die Aliens mit nur acht Stürmern und fünf Verteidigern beim Tabellenführer auf – und standen früh auf verlorenem Posten.

Nach nur 13 Sekunden erzielte Kevin Orendorz das 1:0 für die Eisbären, Kevin Thau legte früh den zweiten Treffer nach. Den Anschlusstreffer von Steffen Traut konterte Thau noch im ersten Drittel mit dem 3:1. Im weiteren Spielverlauf trugen sich die Ratinger nur noch mit Strafzeiten in den Spielberichtsbogen ein, die Tore erzielten aber die Gastgeber, die damit weiter ohne Verlustpunkt an der Tabellenspitze stehen. Die Aliens haben nach nun elf Saisonspielen 15 Punkte.

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