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Eishockey: Ice Aliens hoffen auf das Wunder

Eishockey : Ice Aliens hoffen auf das Wunder

Nur wenn alles richtig läuft, kann der Eishockey-Regionalligist Platz vier noch erreichen. Der Play-off-Gegner steht bereits fest.

Eigentlich ist die Lage aussichtslos – doch genau das macht es durchaus interessant. Wenn keine Wunder geschehen, werden die Ratinger Ice Aliens als Tabellenfünfter in die Play-offs der Eishockey-Regionalliga West starten und dort in maximal fünf Spielen auf die EG Diez-Limburg treffen, die Heimrecht hat, ein fünftes Viertelfinalspiel also daheim bestreiten würde.

Mit eben diesem Wunder jedoch würde sich Ratingen noch am Kontrahenten vorbei stehlen und somit selbst im Entscheidungsspiel am heimischen Sandbach antreten dürfen. Dafür jedoch müssten die Ratinger ihre beiden Spiele am Wochenende gegen den EC Lauterbach (Freitag, 20 Uhr; Vorletzter) und bei den Löwen Frankfurt (Letzter) in regulärer Spielzeit gewinnen, während die „Rockets“ aus Diez gegen Neuwied (Dritter) und bei Tabellenführer Hamm nicht einen Zähler holen dürften. Unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich.

Dass die Aliens überhaupt ein Wunder benötigen, haben sie sich vornehmlich selbst zuzuschreiben. Denn das Heimspiel gegen Diez, das kleine „Endspiel“ um den vierten Platz, ging verloren. Bei einem Sieg hätte der Rückstand auf die Rockets nur noch einen Zähler betragen – und Diez hätte mindestens fünf Punkte, sprich zwei Siege, gegen die beiden Spitzenteams holen müssen, um Platz vier zu sichern. Auch nicht unmöglich – aber unwahrscheinlich.

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Die Partie am vergangenen Sonntag gegen Diez bewies immerhin, dass die Ratinger mit dem kommenden Play-off-Gegner mindestens auf Augenhöhe sind. Über weite Strecken der Partie dominierten die Außerirdischen den Gegner, spielten sich die Tore gut heraus, kassierten allerdings auch dumme Gegentreffer. Die Ausfälle der Verteidiger Tom Gießen, Lorenzo Maas und Christian Müller wogen am Ende doch schwerer als gedacht. „Zum Glück kehren beide jetzt zurück“, sagt Trainer Krystian Sikorski. „Wir werden sie spätestens zu Beginn der Play-offs wieder brauchen.“

Vor allem, weil in Simon Migas ein Urgestein den Aliens den Rücken gekehrt hat: Der Verteidiger zog in dieser Woche nach Österreich, weil er dort studieren wird. „Der Ausfall von Simon ist schade“, betont Sikorski – vor allem, weil der sympathische Abwehrspezialist auch in der Mannschaft beliebt ist.

Nun haben die Außerirdischen noch einmal ein Wochenende gegen die vermeintlich leichtesten Gegner, um sich für die Play-offs einzuspielen. „Aber wir müssen die sechs Punkte auch erst einmal holen“, betont Trainer Sikorski. „Alles weitere liegt nicht mehr in unserer Hand.“ Da muss halt ein Wunder her für die Ice Aliens.