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5:4 gegen Neuss: Ice Aliens feiern nächsten Arbeitssieg

5:4 gegen Neuss : Ice Aliens feiern nächsten Arbeitssieg

Das 5:4 des Eishockey-Regionalligisten beim Neusser EV ist nichts für Feinschmecker.

Am Ende war Krystian Sikorski einfach nur froh, dass seine Mannschaft ein Sechs-Punkte-Wochenende eingefahren hatte. Nach dem harten Stück Arbeit beim 5:3-Heimerfolg gegen die Dinslakener Kobras feierten die Ratinger Ice Aliens beim Neusser EV einen knappen 5:4 (2:0, 1:2, 2:2)-Derbysieg. „Es war wieder eine schwere Geburt“, sagte Sikorski, dessen Mannschaft in beiden Partien jeweils eine solide 2:0-Führung aus der Hand gegeben hatte und sich das Leben selbst schwer machte: „Die Mannschaft muss in diesen Situationen cleverer spielen. Wir führen zweimal mit zwei Toren, spielen im ersten Drittel sehr gut, haben alles unter Kontrolle und lassen den Gegner dann zurück ins Spiel kommen.“

In Neuss sahen die Aliens-Fans einen Blitzstart. Zehn Sekunden waren gespielt, da klingelte es das erste Mal im Kasten von NEV-Goalie Ken Passmann. Alexander Brinkmann hatte die Gäste in Führung geschossen. Nur vier Minuten später erhöhte Michal Plichta auf 2:0. Die Außerirdischen mussten sich einmal mehr die Kritik gefallen lassen, aus einem komplett einseitig geführten Anfangsdrittel nicht mehr Kapital herausgeschlagen zu haben.

So taten sich im Mittelabschnitt, das die Aliens komplett verschliefen, haarsträubende Parallelen zum Heimspiel gegen Dinslaken auf: Nach nur 42 Sekunden gelang Neuss durch André Nellessen der Anschlusstreffer. Als Dustin Schumacher (38.) die Gäste durch seinen Treffer wieder auf zwei Tore in Front brachte, gelang den Hausherren durch Schahab Aminikia nur 50 Sekunden später das erneute Anschlusstor.

So war im Schlussabschnitt wieder Zittern für Aliens-Coach Sikorski und die mitgereisten Aliens-Anhänger angesagt. Wieder fanden die Neusser auf jeden Treffer der Außerirdischen eine Antwort. Marvin Cohuts Treffer zum 4:2 (46.) beantwortete erneut Aminikia (49.). Nach Tim Brazdas Tor brachte Timothy Tanke die Scheibe im Gehäuse von Aliens-Schlussmann Felix Zerbe unter.

Die Schlussphase hatte es in der Folge in sich: Cohut blieb bei einem Angriff der Aliens auf dem Eis liegen, schaffte es Richtung Bande und blieb dort schmerzverzerrt liegen. Die Scheibe hatte ihn unter dem Tiefschutz getroffen und die Luft geraubt. Kaum hatte sich der 24 Jährige erholt, lag Youngster Stefan Traut auf dem Eis. NEV-Verteidiger Nellessen hatte Traut mit einem Ellbogencheck hart getroffen und für starkes Nasenbluten gesorgt. Schiedsrichter Markus Krawinkel entschied folgerichtig und schickte Nellessen vorzeitig duschen.

Die Hausherren zeigten sich davon unbeeindruckt und drückten auf den Ausgleich, trotzdem brachten die Aliens den Derbysieg über die Zeit. „Bis auf die unnötige Unruhe, die wir im zweiten Drittel geschaffen haben, war alles gut. Die Jungs haben sehr gut gekämpft, gute Spielzüge gezeigt und viele Chancen herausgespielt“, betonte Sikorski und blickte bereits aufs nächste Wochenende: „Limburg liegt uns nicht gut in dieser Saison. Aber sie sind auch keine Übermannschaft. Gerade zu Hause wollen wir wieder eine gute Leistung abrufen und an dieses Wochenende anknüpfen.“